Rechtsextremes Northern Light-Festivals verbieten

Utl.: Zahlre­iche Bands mit braunen Tönen nehmen teil.

Wien (OTS) — Der Abge­ord­nete der Grü­nen, Karl Öllinger, fordert die oberöster­re­ichis­chen Behör­den zu einem raschen Ver­bot des recht­sex­tremen Musik-Fes­ti­vals ‚North­ern Lights’ in Reichen­thal /OÖ auf. „Vor weni­gen Tagen kon­nte man noch zweifeln, ob ein Ver­bot des North­ern Lights Fes­ti­vals vielle­icht nicht über­zo­gen ist. Angesichts der zahlre­ichen ein­schlägi­gen und auch dro­hen­den Stel­lung­nah­men auf der Home­page der Ver­anstal­ter kann man aber nur mehr zu dem Schluss kom­men, dass das gesamte Fes­ti­val das Prob­lem darstellt. Es reicht nicht mehr aus, einzel­nen Grup­pen wegen ihrer NS-Lastigkeit den Auftritt zu verbieten.”

Öllinger ver­weist darauf, dass mit­tler­weile schon bei min­destens fünf Grup­pen deut­liche Bezüge zum Nation­al­sozial­is­mus, Nazi-Sym­bole und beste Ver­net­zung mit recht­sex­tremen Grup­pen fest­gestellt wor­den sei: „Ich weiß nicht, worauf die Behör­den noch warten. Selb­st der Ver­fas­sungss­chutz in OÖ geht ja offen­sichtlich davon aus, dass es Prob­leme mit dem NS-Ver­bots­ge­setz bei einzel­nen Grup­pen gibt!”

Der Abge­ord­nete der Grü­nen ver­weist darauf, dass im Forum der Ver­anstal­ter nicht nur ziem­lich aggres­siv gehet­zt werde („Beschw­ert Euch nach­her nicht, wenn Euch ein paar Kör­perteile fehlen”), son­dern sich auch Aktivis­ten der neon­azis­tis­chen Volk­stod-Ini­tia­tive herumtreiben würden.

Öllinger fordert Bezirk­shaupt­mannschaft und Bürg­er­meis­ter jet­zt zu raschem Han­deln auf: „Wenn ein Ver­dacht beste­ht, dass das NS-Ver­bots­ge­setz ver­let­zt wird, sind die Behör­den von sich aus dazu verpflichtet, tätig zu wer­den und die Ver­anstal­tung zu unter­sagen”.

Siehe auch:

  • Reichen­thal (OÖ): Schlachtrufe arisch­er Krieger? Teil I
  • Reichen­thal (OÖ): Schlachtrufe arisch­er Krieger? Teil II