Kufstein (Tirol): Neonazi-Brandanschlag vor Anklage

Die mut­maßlichen Täter des Bran­dan­schlags auf den Gebet­sraum der islamis­chen Gemein­schaft in Kuf­stein ste­ht vor der Anklage. In der Nacht auf den 16.1. hat­ten vor­erst unbekan­nte Täter in Kuf­stein Hak­enkreuze, SS-Runen und die 88 auf Häuser­wände in Kuf­stein geschmiert und dann einen Molo­tow-Cock­tail gegen die Tür des Gebet­shaus­es geworfen.

Der Bran­dan­schlag, der zum Glück fast keinen Schaden verur­sachte, führte zur Ver­haf­tung von drei Jugendlichen (15, 18 und 21) und jet­zt zur Anklage nach § 3f des NS-Ver­bots­ge­set­zes. § 3f, in diesem Fall Bran­dle­gung als Mit­tel der Betä­ti­gung im nation­al­sozial­is­tis­chen Sinne ist von ein­er hefti­gen Strafan­dro­hung begleit­et. Bei den bei­den Min­der­jähri­gen würde sich der Strafrah­men hal­bieren. Die Anklage wird in zwei Wochen recht­skräftig, sofern nicht ein Ein­spruch erhoben wird. (Öster­re­ich, 22.5.2011)