Köln (BRD): Müder Marsch mit Winter und Jung (FPÖ)

Der von der rechts­extre­men Par­tei „Pro NRW“ organ­sier­te „Marsch für die Frei­heit“ am 7.5.2011 blieb wie­der ein­mal weit hin­ter den Erwar­tun­gen der Orga­ni­sa­to­ren. Dabei hat­ten sich die Ver­an­stal­ter und Unter­stüt­zer mäch­tig ange­strengt. Sogar Heinz-Chris­ti­an Stra­che war als Red­ner ange­kün­digt worden.

Aber weder die zahl­rei­chen Unter­stüt­zer der FPÖ noch die rei­ße­ri­schen Ankün­di­gun­gen von Pro NRW („Köln hält den Atem an“, „Bür­ger­krieg in Köln?“) konn­ten etwas dar­an ändern: Der Marsch wur­de ein­mal mehr ein Flop. Gezähl­te 320 Per­so­nen (statt der ange­kün­dig­ten 2.000) mar­schier­ten für Pro NRW, rund 2.000 dage­gen. Stärks­ter Block war die Poli­zei, die mit 3.000 Mann auf­mar­schiert war.

Die FPÖ, die Pro NRW angeb­lich mas­siv unter­stützt, war nur mit der drit­ten Gar­ni­tur prä­sent. Susan­ne Win­ter, die wegen Ver­het­zung vor­be­straf­te Abge­ord­ne­te der FPÖ, durf­te eine Rede hal­ten, in der sie den „Skan­dal“ kri­ti­sier­te, dass Pro NRW im deut­schen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt als rechts­extrem ange­führt wird, und Wolf­gang Jung, Bri­ga­de­ge­ne­ral a.D., ver­las eine Gruß­bot­schaft von Hein­rich Stra­che: Der Par­tei­chef feil­te ver­mut­lich noch an sei­ner Toten­re­de für den 8. Mai, den Tag der „tie­fen Trauer“.

Die „Nazis im Nadel­streif“, wie Pro NRW auch genannt wird, haben noch ande­re Pro­ble­me. „Blick nach rechts“ berich­tet von einer Nazi-Fei­er an Hit­lers Geburts­tag, bei der auch Pro-NRW-Akti­vis­ten auf Jugend­li­che los­ge­gan­gen sind.