Österreich/BRD: „Freie Freunde“ plaudern offen über Nazi-Trottel

Österreicher waren bei m Nazi-Forum der „Freien Freunde“ überproportional vertreten. In lockerer Folge werden wir die Typen etwas genauer vorstellen. Immerhin sind manche ihrer Postings durchaus aufschlussreich.

Nehmen wir zum Beispiel „Statler“. Er ist Kärntner, kennt die Freiheitlichen in all ihren Varianten dort sehr gut, nimmt auch an deren Veranstaltungen teil und ist dennoch keiner, der den Verschwörungstheorien rund um Haiders Tod anhängt.

Im Forum zumindest verabschiedet er sich ziemlich deutlich davon:

„Ich habe mir den Artikel den @Nordwind postete nun durchgelesen und empfehle dem Verfasser sich mal diese Straße anzusehen. Ich wohne übrigens 5 Autominuten davon weg. Sie ist nicht so ohne, besonders bei Nacht und dem in dieser Jahreszeit allgegenwärtigen Nebel. Die „Delle“ ist aus den bisher bekannten Details recht leicht zu erklären. Mehr will ich dazu nicht sagen.“

Sein Schweigegelübde bricht er aber dann doch gleich wieder, um weitere Details zum Unfalltod beizutragen

Die meisten Nazi-Kameraden wie z.B. „Sowilo“ pflichten „Statler“ bei: „Haider war sehr – diplomatisch ausgedrückt – umtriebig. Alkohol inklusive“.

Schliesslich hat „Statler“ auch Erhellendes zum Verbotsgesetz beizutragen. Auf das Wehklagen über das Zurückweichen der FPÖ beim Verbotsgesetz antwortet „Statler“: „Ist realpolitisch auch verständlich. Der Makrodiskurs der Alpenrepublik ist solchen Bestrebungen zuwiderlaufend, das Verständnis würde sich in Grenzen halten. Gift für eine wahlwerbende Partei…
Daher sind es auch eher Vorfeldorganisationen, die diesbezüglich vereinzelte Wortspenden abgeben, wie der RFJ. Besonders erfreut ist die Spitze davon nicht, aber es gibt auch keine Konsequenzen- insoferne ein minimaler Fortschritt in der innerparteilichen Meinungsfreiheit.
Ich persönlich halte den 3er-§ rechtsstaatlich für unhaltbar, habe aber zugleich auch wenig Mitleid für leute, die genau nach dem abgeurteilt worden sind. 98% davon sind einfach nur dumm. Die restlichen 2% betreffen „vorlaute“ Wissenschafter, das ist ein Thema für sich“
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Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: ein Nazi, der fast alle, die nach dem NS-Verbotsgesetz (und dessen § 3 )verurteilt werden, zu Trotteln erklärt. Warum? Weil sie so wie die restlichen 2 Prozent „vorlaute“ Wissenschafter (damit meint er wohl David Irving und Co.) unvorsichtig sind!

“Statler“ passiert das nicht so schnell. Er plaudert lieber über die Schwächen von Strache: „Ich kenne HC schon extrem lange und ich weiß wo seine Stärken und Schwächen liegen“.

Auch zum Kärntner Moschee-Bauverbot, das mit einer Ortsbildpflege-Kommission kaschiert wird, hat der Nazi „Statler“ einen eigenwilligen Standpunkt.