Kommentar: Saure Milch für Türkenhasser

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Mehr hat es nicht gebraucht! Die Ent­schei­dung der Nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Mol­ke­rei (NÖM), Milch­pro­duk­te für den Ver­kauf in tür­ki­schen Läden auch mit SÜT (für Milch) zu kenn­zeich­nen, hat in ein­schlä­gi­gen Krei­sen zu einem Sturm im Milch­glas geführt.

Nazis und Rechts­extre­me sind so sau­er über die zwei­spra­chi­ge Beschrif­tung der Milch­pa­ckerl, dass sie auf Blogs und in diver­sen Foren zum „Wiederstand”(sic!) und zum Boy­kott der NÖM-Milch auf­ru­fen (auch im nazis­ti­schen alpen-donau-forum wird über die­sen nie­der­träch­ti­gen Anschlag auf die hei­mi­sche Milch­kul­tur dis­ku­tiert). Die nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Milch­bau­ern und die FPÖ wer­den auf­ge­ru­fen, der zwei­spra­chi­gen Milch ein bit­te­res Ende zu berei­ten. Aber die FPÖ ist noch immer damit beschäf­tigt, das Blut der Wie­ne­rIn­nen von all­zu Frem­dem zu rei­ni­gen. Dabei gibt es auch für sie einen Tipp auf Face­book: „Den Wahn vom ari­schen Geblüt heilt eine Kur mit NÖM TÜRK SÜT!”

Karl Öllin­ger

derstandard.at: „Süt” — „Türk-Milch” der NÖM erhitzt Gemüter