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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 2 Minuten

Video-Tipp: Rechtsextreme Umsturzpläne

Sie planten zahllose Morde und wollten bürgerkriegsartige Zustände schaffen: die rechtsterroristische „Gruppe S.“ rund um ihren Kopf Werner Somogyi. Im Februar 2020 wurden 13 von ihnen verhaftet. Einer hat sich in seiner Zelle suizidiert, der Rest steht ab nächster Woche vor Gericht. Bedrückend und erschreckend, was das ZDF-Magazin „Frontal 21“ in dem Beitrag „Rechtsextreme Umsturzpläne“ zeigt.

7. Apr. 2021

Werner S., der Anführer der nach ihm benannten, mutmaßlich rechtsextremen Terrorzelle „Gruppe S.“, versuchte kurz vor seiner Festnahme am 14. Februar 2020, Kriegswaffen in seinen Besitz zu bringen, um für einen Anschlag im Reichstagsgebäude gerüstet zu sein. Das geht aus Ermittlungsakten hervor, die Frontal21 und den Stuttgarter Nachrichten vorliegen. Demnach war Werner S. dabei, ein Kalaschnikow-Sturmgewehr mit 2000 Schuss Munition, eine Maschinenpistole der israelischen Marke Uzi sowie Handgranaten zu erwerben.

Deal mit Waffenhändler

Der Deal sollte über den Waffenhändler André Mike B. laufen, den Werner S. aus der selbst ernannten Bürgerwehr „Soldiers of Odin“ kannte, und das Arsenal der Gruppe ergänzen. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen verfügten bereits über 27 erlaubnispflichtige Waffen, vor allem Pistolen der russischen Hersteller Makarow und Tokarew.

Der Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, bestätigte den geplanten Waffenkauf: „In der Tat haben die Tatverdächtigen sich Waffen besorgen wollen oder auch besorgt, um für diesen Terroranschlag vorbereitet zu sein.“

Mit der Kalaschnikow ins Parlament

In einer Chatgruppe schrieb Werner S., man wolle mit dem „richtigen Training und einem exzellenten, ausgereiften Konzept“ auf einen Schlag alle Politiker im Reichstag „ausschalten“. Dafür plane er den Aufbau einer „etwa über 1000 Mann“ starken Miliz, mit der er dem „ganzen Spuk […] ganz zügig ein Ende bereiten“ wolle.

„Das, was die Querdenker mit dem Sturm auf den Reichstag gemacht haben, wollte die Gruppe S. mit der Kalaschnikow umsetzen“, stellte Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter von Bündnis90/Die Grünen im Interview mit Frontal21 fest. Diesen vernetzten Terrorismus müsse man ernst nehmen. „Die ‚Gruppe S.‘ wollte Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik erzeugen, Angst und Schrecken erzeugen.“

Attentate auf Politker und Anschläge auf Moscheen

Die „Gruppe S.“ hatte zuvor bereits die Grünen-Spitzenpolitiker Robert Habeck und Anton Hofreiter persönlich ins Visier genommen. Außerdem plante Gruppenchef Werner S., eine Vielzahl von Moscheen in Deutschland gleichzeitig anzugreifen und dort muslimische Gläubige beim Freitagsgebet zu ermorden. So wollte er „bürgerkriegsähnliche Zustände“ herbeiführen. LKA-Präsident Michelfelder erklärte gegenüber Frontal21: „Wir sind bei unseren Durchsuchungen auf ein nach meiner Bewertung riesiges Waffenlager gestoßen. Hätten die Beschuldigten ihre geplanten Terrortaten umsetzen können, hätten wir eine ganz brutale, ganz massive Tötungsmaschinerie am Laufen gehabt.“ (ZDF)

Rechtsextreme Umsturzpläne (ZDF 2021, 8‘59“)

➡️ Terrorgruppe S. (Teil 1): der Background
➡️ Terrorgruppe S. (Teil 2): die Kicks aus Österreich
➡️ Terrorgruppe S. (Teil 3): „Wodans Erben“ und ihre Fans aus Österreich

➡️ „Gruppe S.“ & die drei verschonten Neonazis (EXIF-Recherche)

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Schlagwörter: Mord/Mordversuch/Totschlag | Neonazismus/Neofaschismus | Rechtsterrorismus | Vernetzung | Weite Welt

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