Wien: Bruno, der blaue und braune Hetzer, endlich verurteilt!

Brunos Schimpf- und Het­zti­raden haben schon 2015 zu ein­er Verurteilung wegen Ver­het­zung geführt. Da hat die Jus­tiz bere­its vorher viel Geduld mit ihm gezeigt. Dann hat es wieder Jahre gedauert, bis sich Bruno neuer­lich vor einem Strafgericht ver­ant­worten musste. Dies­mal wegen Wieder­betä­ti­gung. Der einge­fleis­chte Blaue ist auch jet­zt wieder mit einem blauen Auge davongekom­men – mit ein­er bed­ingten Verurteilung zu zwei Jahren, die Bruno freudig angenom­men hat.

Bruno ist FPÖ-Fan, ist Stra­che-Fan, ist Hofer-Fan. Seit Jahren: „Seit 1980 bin ich bei der FPÖ“, erk­lärte er laut „Stan­dard“ dem Gericht, vor dem er sich in der Vor­woche wegen Wieder­betä­ti­gung ver­ant­worten musste. Er ist näm­lich auch Hitler-Fan. Diese Kom­bi­na­tion ist gar nicht so sel­ten, wie man vielle­icht glauben möchte, aber dass ein­er bei­des so offen zeigt, doch eher ungewöhnlich.

Bruno H.: 88

Bruno H.: 88

Wobei der Bruno nicht nur für die FPÖ und Hitler offen war, son­dern etwa auch für die „Freie Heimatliche Bewe­gung“, die sich eigentlich irgend­wie als Konkur­renz zur FPÖ begreift. Zur FPÖ, weniger zu Hitler, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

HC und Brunello Tschinello

HC und Brunel­lo Tschinello

Mit­tler­weile ist Bruno nicht mehr ganz so offen. Der Straf­prozess hat zumin­d­est kurzfristig dazu geführt, dass Bruno seine Face­book-Kon­ten geschlossen hat – auch das nicht beson­ders orig­inelle mit dem Namen „Tschinel­lo Brunel­lo“. Nur auf YouTube zeigt Bruno noch einige sein­er selb­st­ge­bastel­ten Videos von FPÖ-Feiern oder Spaziergän­gen mit Kam­er­aden, bei denen er unver­mit­telt in Lobpreisun­gen der FPÖ ausbricht.

Bruno H. für HC

Bruno H. für HC

Vor dem Lan­des­gericht Wien musste er sich allerd­ings wegen sein­er Hitler-Lobpreisun­gen ver­ant­worten. Beim Aussteigen aus der U‑Bahn in Wien hat er am 1. Mai dieses Jahres den Hit­ler­gruß gezeigt und „Sieg Heil“ geschrien, nach­dem er vorher Pas­sagiere wegen ihrer anti­ras­sis­tis­chen Hal­tung angepö­belt hat­te. Zwei Wochen später dann vor ein­er Polizei­in­spek­tion wieder „NS-Gruß­formeln“ („Stan­dard“) – vor Polizis­ten, die er auch noch mit „Scheißkieber­er“ bedachte. Wobei man dazu sagen muss, die Polizis­ten hat­ten da noch Glück, denn das Reper­toire von Bruno ist noch wesentlich bre­it­er und tiefer.

Bruno H.: Deppenhorde vernichten (Tweet @Rechtsdrall)

Bruno H.: Dep­pen­horde ver­nicht­en (Tweet @Rechtsdrall)

Gegen Schwarz-Blau Demon­stri­erende waren für Bruno etwa eine „wilde Dep­pen­horde“, die man „ver­nicht­en“ müsse, Flüchtlinge „Ver­brech­er und Schwarzaf­fen“ oder „Hure­na­sy­lanten“, die Sozialdemokrat­en „rote Arschtrot­teln“. Dazwis­chen gab’s immer wieder ziem­lich klare Beken­nt­nisse zum Nation­al­sozial­is­mus, auch gegen die vrmeintliche „Holo­caustlüge“. Das alles hat Bruno bis zum Jahr 2018 nicht wirk­lich geschadet. Die 2015 erfol­gte Verurteilung wegen Ver­het­zung bezog sich auf Post­ings aus dem Jahr 2013. Bruno hat allerd­ings auch danach weit­er gehet­zt und sich wieder­betätigt – ohne Kon­se­quenz bis 2018. Seine öffentlichen NS-Auftritte heuer haben die Geschwore­nen allerd­ings überzeugt: Wieder­betä­ti­gung. Das Urteil zwei Jahre bed­ingt ist recht­skräftig und eigentlich ein Geschenk für den alten Het­zer (71). Ob er’s dies­mal kapiert hat? Wir haben gelinde Zweifel – so, wie bei seinem Sohn!

Bruno Hs rechter Arm

Bruno Hs rechter Arm