Strafantrag gegen Schwazer Jungblauen

Die FPÖ bzw. der RFJ haben – so scheint’s – wieder einmal gerade noch die Kurve gekriegt. Als die Staatsanwaltschaft Innsbruck der Tiroler Tageszeitung (7.9.2017) mitteilt, dass sie gegen Benjamin K. einen Strafantrag wegen der Herabwürdigung religiöser Bräuche eingebracht hat, ist der Bezirksobmann des RFJ Schwaz schon ausgeschlossen aus dem RFJ. Drei Wochen vor der Erklärung der Staatsanwaltschaft wurde der Ausschluss anscheinend fixiert.

Anfang August erklärte der Landesobmann der FPÖ, Markus Abwerzger, dass er „natürlich keine Freude“ habe mit Aktionen wie der Schwazer „Sauschädelaffäre“. Moment, das klang im Juni noch ganz anders! Da war die „Sauschädelaffäre“ noch keine Affäre für ihn und außerdem eine ganz „normale Grillfeier“ einer „Vorfeldorganisation“. Zu dem jetzt von der Staatsanwaltschaft inkriminierten Facebook-Eintrag des Benjamin K. fiel ihm damals nur ein: „Zu dieser Geschichte gibt es von mir derzeit keine Stellungnahme, sie betrifft auch nicht direkt die FPÖ“ (TT, 23.6.2017).

Jetzt ist genau dieser Facebook-Eintrag, der die Spanferkelparty des RFJ Schwaz mit dem Kommentar „Ramadan mit dem RFJ Schwaz“ zeigt, angeklagt. Das Ablegen des Sauschädels durch die zwei RFJ-Funktionäre (jetzt beide Ex-) ist nicht angeklagt, weil der Garten des Kulturvereins keine religiöse Einrichtung ist und die Öffentlichkeit gefehlt hat – so die Staatsanwaltschaft. Am 13. Oktober soll der Prozess gegen den nunmehrigen Ex-RFJ und Ex-FPÖ-Mann in Innsbruck stattfinden.