Krems/ Gars: Zusatzstrafe für Reichsheini

Weil er nicht nur den Bürg­er­meis­ter und Gemein­debe­di­en­stete von Gars/Kamp, son­dern auch Bedi­en­stete des Bezirks­gerichts Horn zu erpressen ver­sucht hat, musste sich der Reichshei­ni Mar­tin B. (46) Ende Juni neuer­lich vor Gericht ver­ant­worten. Am 30. Jän­ner war er schon vom Lan­des­gericht Krems zu 18 Monat­en, davon 6 Monate unbe­d­ingt, verurteilt wor­den. Auch im zweit­en Durch­gang fiel der Angeklagte durch kuriose Ein­la­gen auf.

Bei der Ver­hand­lung im Jän­ner hat­te er sich geweigert, auf der Anklage­bank Platz zu nehmen und durfte dann die Ver­hand­lung aus den hin­teren Rei­hen des Gerichtssaals im Ste­hen absolvieren. Dies­mal war die Rich­terin, die schon einige Erfahrun­gen mit den Reichshei­nis gesam­melt hat, weniger gnädig und set­zte den Angeklagten für zehn Minuten vor die Tür, nach­dem sie ihn wegen des per­ma­nen­ten Abspu­lens von Stehsätzen („Ich bin ein leben­der Mann. Sprechen Sie mich als leben­den Men­schen an“) zunächst nur ermah­nt hatte.

Selb­st sein bester Satz („Ich verzichte auf das Priv­i­leg verurteilt zu wer­den“) nützte in der Folge nichts. Mar­tin B., der nicht nur Rich­terin und Ankläger ablehnte, son­dern auch seine Vertei­di­gerin, wurde zu weit­eren 6 Monat­en bed­ingter Haft verurteilt, weil er auch Amtsper­so­n­en (Exeku­tor und Gerichtsvorste­herin) des Bezirks­gerichts Horn zu erpressen ver­sucht hat­te. Weil gegen ihn Exeku­tion durch das Bezirks­gericht durchge­führt wurde, deck­te er deswe­gen die bei­den zunächst mit ein­er „Rech­nung“ und dann mit einem „Pfand­brief“ in Mil­lio­nen­höhe ein und ließ diese „Schuld“ in das US-Han­del­sreg­is­ter UCC ein­tra­gen. Da sich der Reichshei­ni aus der Abteilung „Free­man“ nicht der öster­re­ichis­chen Gerichts­barkeit, son­dern nur dem Schöpfer unter­wor­fen sieht, fand das Urteil bei ihm auch keine Anerken­nung – nicht rechtskräftig.