Ustaša-Treffen in Bleiburg/Pliberk: Hitlergrüße auf der kirchlichen Feier

In den Tagen vor dem jährlichen Tre­f­fen der Ustaša in Bleiburg/Pliberk gab es viele kri­tis­che Stim­men, die eine Absage der Feier forderten. Die Kri­tik bezieht sich nicht zulet­zt darauf, dass die Feier offiziell als katholis­che Messe bzw. als Prozes­sion beze­ich­net wird. Tat­säch­lich haben aber sämtliche Ver­anstal­tungteile den Charak­ter ein­er poli­tis­chen Kundge­bung als auch ein­er Ver­anstal­tung. Zudem wer­den hun­dert­fach faschis­tis­che Sym­bole gezeigt. Doch auch weit­er­hin hal­ten die Ver­anstal­ter, mit Rück­deck­ung der kroat­is­chen und Kärnt­ner katholis­chen Kirche sowie des Bzeirk­shaupt­manns Gert-Andre Klösch, die Mär von der rein-kich­lichen Feier aufrecht. Kri­tis­che Stim­men gab es vor­ab seit­ens DÖW und IKG, seit­ens der Grü­nen und seit­ens der Kärnt­ner Zivilgesellschaft.

So geri­et auch heuer das polizeiliche Ein­schre­it­en zur Farce: Aus ein­er Ver­anstal­tung, auf der dutzend­fach der Hit­ler­gruß gezeigt wurde, Ustaša-Embleme auf T‑Shirts, Kap­pen und Fah­nen sowohl getra­gen wur­den als auch zum Kauf standen, wur­den lediglich drei Teil­nehmer der Kundge­bung her­aus­ge­fis­cht und nach dem Ver­bots­ge­setz angezeigt: zwei, weil sie den Hit­ler­gruß gezeigt haben, ein­er, weil er ein Hak­enkreuz tätowiert hat­te. (kleinezeitung.at) Diese inkon­se­quente Hal­tung der Poli­tik und min­i­male Ein­schre­it­en der Polizei dient im Grunde der Recht­fer­ti­gung und Aufrechter­hal­tung der Feier: Wenn 10.000 gekom­men sind und nur drei Ver­stöße geah­n­det wer­den, ist seit­ens der Behör­den auch für die Zukun­ft die Durch­führung der Ver­anstal­tung gesichert, da sie die Mär von der unpoli­tis­chen Feier, zu der lediglich eine Hand­voll Rechte kom­men wür­den, aufrechter­hal­ten können.

Die Ustasa-Feier in Bleiburg/Pliberk gilt ofiziell als "Messe" - nichtsdestotrotz werden dabei verbotene politische Symbole gezeigt, wie auch auf diesem Bild...

Die Ustaša-Feier in Bleiburg/Pliberk gilt offiziell als „Messe” — nichts­destotrotz wer­den dabei ver­botene poli­tis­che Sym­bole gezeigt, wie auch auf diesem Bild aus dem Jahr 2017. Der Spruch „Za dom sprem­ni (T‑Shirt)” ist in Kroa­t­ien verboten.

In den Zelten wurden auch während der Ustaša-Feier 2017 faschistische Lieder gesungen und dutzendfach Hitlergrüße gezeigt.

In den Zel­ten wur­den auch während der Ustaša-Feier 2017 faschis­tis­che Lieder gesun­gen und dutzend­fach Hit­ler­grüße gezeigt.