St.Pölten: 8 Monate unbedingt für braune Hassorgien

Die Angeklagte S. M. H. (27) aus Linz hat ihre Has­s­post­ings regel­recht erbrochen. Zeitweise im Minuten­ab­stand und manch­mal mit­ten in der Nacht set­zte sie unglaublich dumme und het­zerische Post­ings über ihr öffentlich ein­se­hbares Face­book-Pro­fil ab. Einem User fie­len diese Post­ings im Herb­st 2015 auf. Er informierte die NS-Meldestelle im Innen­min­is­teri­um und auch uns. Am Mittwoch wurde in St. Pöl­ten gegen sie wegen Wieder­betä­ti­gung verhandelt. 

S. M. H. entspricht einem Klis­chee. Dem Gericht gibt sie bekan­nt, dass sie „seit immer“ arbeit­s­los sei und Min­dest­sicherung beziehe. Eine Lehraus­bil­dung hat sie nicht gemacht. „Es hat mich ein­fach nicht gefreut“, zitiert sie der „Kuri­er“ (NÖ, 26.1.2017). Ihren Tag ver­bringt sie „damit, dass sie Alko­hol in rauen Men­gen trinkt und vor dem Com­put­er sitzt. Neun Vorstrafen hat die Frau bere­its kassiert. Es geht um Betrügereien, ver­sucht­en Dieb­stahl und Dro­genkon­sum“ („Kuri­er“).

Die Angeklagte setzte Tag und Nacht, teils im Minutentakt, auf Facebook Postings ab: Gegen die "verdammten Juden", "Asylanten (...) zündet an das Schwein" und durchgängig: "Prost auf Adi [gemeint: Adolf Hitler]"

Die Angeklagte set­zte Tag und Nacht, teils im Minu­ten­takt, auf Face­book Post­ings ab: Gegen die „ver­dammten Juden”, „Asy­lanten (…) zün­det an das Schwein” und durchgängig: „Prost auf Adi [gemeint: Adolf Hitler]”

In der geschlosse­nen FB-Gruppe „Islam gehört nicht zu Öster­re­ich“, die mit­tler­weile fast 23.000 Mit­glieder zählt, fühlt sie sich zuhause. Dort set­zt sie – teil­weise in kaum ver­ständlichem Deutsch – Kom­mentare ab, von denen fast aus­nahm­s­los jed­er die Gren­zen bei Ver­het­zung oder Wieder­betä­ti­gung überschreitet.

Ein User sam­melt – nur von eini­gen Tagen – die Kom­mentare, fer­tigt Screen­shots an, gibt sie an die Meldestelle für NS-Wieder­betä­ti­gung und an uns weit­er. Fak­tisch alle uns bekan­nten Post­ings von S. M. H. sind in diesem Ton gehalten:

„an euch ver­schiesenes ver­reck­eteS PACK BEI UNS GIBT’S KEIN AHLA AUCH KEIN ANDEREN SCHEIS PACK FÄHRT WIEDER HEIM SO SOLL ES FÜR IMMER SEIN VERLANGT NICHTS VON UNS DEN DAS WAS WIR SCHEISSEN IST ZU GUT FÜR EUCH WÄRE ADI WÜRDET IHR NICHT LANGE WARTEN AB IN DIE KASSKAMMER WAS ANDERES IST NICHT ZU ER ERWARDEN PROST AUF ADI“ (Fehler im Original).

Dem Gericht will sie zunächst ein Gschichterl erzählen, wonach Obdachlose, die damals bei ihr über­nacht­en durften, die Has­s­post­ings geschrieben hät­ten, während sie ihren Rausch auss­chlief. Der Richter überzeugt sie davon, dass diese Erk­lärung nicht beson­ders gut bei den Geschwore­nen, die über ihre Schuld zu befind­en haben, ankom­men würde. Daraufhin geste­ht sie, gibt aber — wie so häu­fig – dem Alko­hol die Schuld. Nach dem Schuld­spruch der Geschwore­nen wird sie zu ein­er teilbe­d­ingten Haft­strafe verurteilt. Das Gesam­taus­maß wird im „Kuri­er“ nicht erwäh­nt, 8 Monate wären unbe­d­ingt, aber das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.