We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Das ziemlich rechte „Haus der Heimat“ soll sozial gefördert werden

Unter Schwarz­blau wur­de das ‚Haus der Hei­mat‘ mit einer groß­zü­gi­gen Zuwen­dung bedacht. Im ‚Haus der Hei­mat‘ resi­die­ren Ver­trie­be­nen­ver­bän­de. Aber manch­mal refe­rie­ren dort auch Rechts­extre­me – und Neo­na­zis. Weil die Erträ­ge der Stif­tung, die damals gegrün­det wur­de, mitt­ler­wei­le rück­läu­fig sind, soll der Bund ein­sprin­gen. In Zukunft soll der Bund regel­mä­ßig auch mit För­de­run­gen dafür aufkommen.

9. Dez. 2016

Es war nur ein klei­ner, ver­schäm­ter Punkt unter vie­len, der da dem Sozi­al­aus­schuss des Natio­nal­rats zur Bera­tung und Beschluss­fas­sung vor­ge­legt wur­de. Das „Bun­des­ge­setz über die Gewäh­rung einer Bun­des­zu­wen­dung an den Ver­band der Volks­deut­schen Lands­mann­schaf­ten Öster­reichs“ wird so abge­än­dert, dass in Zukunft das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um mit einer zusätz­li­chen För­de­rung ein­sprin­gen darf, wenn dort das Geld knapp ist.

Eingang zum recht pompösen 'Haus der Heimat' in der Steingasse 25, Wien-Landstraße - Bildquelle: Ewald Judt/AustriaForum.at unter CC 4.0.
Ein­gang zum recht pom­pö­sen ‚Haus der Hei­mat’ in der Stein­gas­se 25, Wien-Land­stra­ße — Bild­quel­le: Ewald Judt/AustriaForum.at unter CC 4.0.

2002 wur­de von der schwarz-blau­en Bun­des­re­gie­rung und den Bun­des­län­dern ein Ver­trie­be­nen­fonds mit 100 Mil­lio­nen Schil­ling (7,27 Mio. Euro) dotiert. Das Geld wan­der­te in eine Stif­tung, aus deren jähr­li­chen Erträ­gen der ‚Ver­band der deut­schen alt­ös­ter­rei­chi­schen Lands­mann­schaf­ten in Öster­reich‘ (VLÖ) das ‚Haus der Hei­mat‘ in Wien betreibt. Wegen sin­ken­der Ver­an­la­gungs­er­trä­ge soll jetzt der Bund mit lau­fen­den För­de­run­gen ein­sprin­gen und einen Betrieb finan­zie­ren, der nicht nur Ver­trie­be­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen, son­dern auch rechts­extre­men und Neo­na­zis immer wie­der eine Hei­mat bietet.

Schon 2002, als der Fonds von Bund und Län­dern dotiert wer­den soll­te, war das ein The­ma. Unzäh­li­ge Rechts­extre­mis­ten und Neo­na­zis waren bis zu die­sem Zeit­punkt schon als Refe­ren­ten im ‚Haus der Hei­mat‘ auf­ge­tre­ten. Dar­um schlug sich Peter Was­ser­t­heu­rer, damals Pres­se­spre­cher des VLÖ, reu­ig an die Brust, sprach davon, dass man die Not­brem­se gezo­gen habe und ver­sprach der „Wie­ner Zei­tung“ (12.12.02): „Künf­tig wer­de man aber Ein­sicht in die Red­ner­lis­ten neh­men und „sol­che Leu­te nicht mehr auf­tre­ten las­sen.” Die Not­brem­se wur­de gleich wie­der gelöst. Nicht genug damit, dass die FPÖ 2004 ihre inn­ner­par­tei­li­chen Frak­ti­ons­kämp­fe auch im „Haus der Hei­mat“ abführ­te, durf­ten auch „sol­che Leu­te“ wie frü­her auftreten.

  • Richard Melisch, anti­se­mi­ti­scher Ver­schwö­rungs­murm­ler und gut gebuch­ter Refe­rent von deut­schen Bur­schen­schaf­ten, Neo­na­zi-Grup­pen, war 2004 und 2005 Refe­rent.  (Mehr zu Melisch hier)
  • Ger­hoch Rei­seg­ger, durf­te schon im Jahr 2000 sei­ne anti­se­mi­ti­schen und revi­sio­nis­ti­schen The­sen ver­tre­ten, zuletzt 2010. (Mehr zu Rei­seg­ger hier)
  • Her­bert Schal­ler, mitt­ler­wei­le grei­ser Anwalt der meis­ten Neo­na­zis bis Anfang der 2000er, Revi­sio­nist und Teil­neh­mer an der Holo­caust­leug­ner-Kon­fe­renz in Tehe­ran 2006, refe­rier­te 2007.
  • Claus Nord­bruch, der 1986 aus der Bun­des­wehr wegen Rechts­extre­mis­mus ent­las­se­ne Anti­se­mit, Apart­heid-Akti­vist in Süd­afri­ka und dort auch Anlauf­stel­le für Rechts­extre­me und Neo­na­zis aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum, refe­rier­te 2011.

Der hef­tigs­te Vor­fall war aber dann 2012 die Ein­la­dung von

  • Bern­hard Schaub, Revi­sio­nist, Anti­se­mit und Grün­der der neo­na­zis­ti­schen „Euro­päi­schen Akti­on“. Im „Haus der Hei­mat“ hielt er im Okto­ber 2012 so etwas wie eine Grün­dungs­ver­samm­lung sei­nes Neo­na­zi-Ver­eins ab und stell­te ihre „sie­ben Zie­le“ vor.

Da muss­te dann die Spit­ze der VLÖ wie­der ein­mal aus­rü­cken und sich distan­zie­ren. Wie schon 2002 spul­te man gekonnt ein Maß­nah­men­pro­gramm ab und ver­sprach, in Zukunft Ein­sicht in die Red­ner­lis­ten neh­men zu wol­len: „Mit sofor­ti­ger Wir­kung wer­den Red­ner und Vor­tra­gen­de, die im Hau­se bei uns auf­tre­ten, einer ent­spre­chen­den Über­prü­fung auf ihre Red­lich­keit hin unter­zo­gen.“

Jetzt will der VLÖ Geld für sein Ver­an­stal­tungs­zen­trum. Wie viel eigent­lich? Dar­über schweigt sich die Geset­zes­no­vel­le aus. Da sich frü­her die jähr­li­chen Erträ­ge aus der Stif­tung auf 300.000 jähr­lich belie­fen, 2015 aber nur mehr 86.000 Euro betru­gen, lässt sich der Rah­men unge­fähr abstecken.

War­um über­haupt soll das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um für das „Haus der Hei­mat“ zah­len? Was hat die För­de­rung eines ziem­lich rech­ten „Hau­ses“ mit Auf­ga­ben des Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums zu tun? Als 2002 der Fonds dotiert wur­de, leg­te man ein geneh­mes Minis­te­ri­um fest, um die rechts­kon­for­me Ver­wen­dung der Mit­tel zu kon­trol­lie­ren – das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um eben. Das befand sich 2002 näm­lich in blau­er Hand. Praktisch!

Bei der nächs­ten Sit­zung des Natio­nal­rats soll die För­de­rungs­er­mäch­ti­gung defi­ni­tiv wer­den. Im Sozi­al­aus­schuss stimm­ten ÖVP, FPÖ, Team Stro­nach und auch die SPÖ dafür. Grü­ne und Neos stimm­ten dagegen.

Frü­he­re Artikel:
stopptdierechten.at, 2012: Euro­päi­sche Akti­on: Haus­ver­bot im „Haus der Heimat“!

Hin­ter­grund­in­fos:
— Mehr zu den ua. im Haus der Hei­mat auf­tre­ten­den Red­ne­rIn­nen fin­det man in „Funk­tio­nä­re, Akti­vis­ten und Ideo­lo­gen der rechts­extre­men Sze­ne in Öster­reich” (Wil­helm Lasek).
— Mehr zur geschicht­li­chen Ent­wick­lung der Lands­mann­schaf­ten ist dem ent­spre­chen­den Arti­kel zu den Ver­trie­be­nen­ver­bän­den hier (ab S. 183) zu entnehmen.

Screenshot des Headers der Haus-der-Heimat-Homepage
Screen­shot des Hea­ders der Haus-der-Heimat-Homepage

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Europäische Aktion | FPÖ | Neonazismus/Neofaschismus | Rechtsextremismus | Wien

Beitragsnavigation

« Hitlers Verwandter bei der FPÖ-Wahlparty
(Graz) Rechte Recken — Vorstellung des Rechtsextremismusberichts 2016 & Diskussion »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter