Gegen den Hass im Netz !

Es tut sich was gegen den Hass im Netz. Immer mehr Insti­tu­tio­nen und Indi­viduen wer­den ini­tia­tiv. „Kuri­er“ und pro­fil“ haben die Aktion „Gegen Hass im Netz“ gegrün­det, im „Fal­ter“ haben vier Jour­nal­istin­nen sehr offen über die schock­ieren­den Hetz-und Gewal­taufrufe berichtet, die gegen sie gerichtet wur­den (und wer­den). „Uns reicht’s“ ist ihre Kon­klu­sio und damit ist nicht nur der Ausstieg aus sozialen Net­zw­erken gemeint, son­dern auch Anzeigen. Bir­git Hebein hat jet­zt eine gemacht.

Anzeigen sind nur ein sehr bed­ingt wirk­sames Hil­f­s­mit­tel gegen Hass- , Mord- und Verge­wal­ti­gung­sorgien im Netz. Flo­ri­an Klenk weist im „Fal­ter“ (Nr. 24 vom 15.6.16, lei­der nicht online ver­füg­bar) darauf hin, dass die Ermit­tlungs­be­hör­den teil­weise noch immer mit Desin­ter­esse auf Anzeigen reagieren:

„Als etwa die Aktivistin und Blog­gerin Natascha Strobl der Staat­san­waltschaft ein Has­s­mail meldete („Wenn du mor­gen Opfer ein­er Verge­wal­ti­gung wirst, würde ich mir die Pille danach kaufen”), forschte die Anklage­be­hörde den Ver­fass­er nicht ein­mal aus, son­dern stellte das Ver­fahren ohne weit­ere Ermit­tlun­gen mit der Begrün­dung ein, es han­dle sich nur um eine „emo­tion­al und sit­u­a­tions­be­d­ingte Unmut­säußerung”. Ein Verge­wal­ti­gungswun­sch ist, anders als eine Dro­hung, nicht straf­bar“.

Warum eigentlich nicht? Warum sollen sich Frauen das gefall­en lassen müssen? Sehr per­sön­liche, sehr direk­te wider­lich­ste „Verge­wal­ti­gungs­dro­hun­gen, erniedri­gende Beschrei­bun­gen des Kör­pers, Fan­tasien über sex­uelle Gewalt“ (Corin­na Mil­born im Fal­ter Nr. 24)?


„Uns reicht’s“
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Corin­na Mil­born benen­nt auch einen der Orte, wo Wider­lichkeit­en dieser und fast aller anderen Arten „unzen­suri­ert“ aus­gekotzt wer­den kön­nen – bis­lang ohne jede Konsequenz:

„Unter einem Artikel über mich auf unzensuriert.at — ein­er FPÖ-nahen Inter­net­seite ‑ste­ht seit Wochen ungelöscht: „Man sollte dieser Entarteten die Gebär­mut­ter ziehen, ausspülen und einem Schutz­suchen­den als Trinkschlauch auf die Reise in die Wüste mit­geben. Das wäre dop­pelt ökonomisch“.” (Fal­ter Nr. 24).

Auch die weit­eren Jour­nal­istin­nen, die im „Fal­ter‘“ zu Wort kom­men, Bar­bara Kauf­mann, Han­na Herb­st und Ingrid Thurn­her , bericht­en über ähn­liche, sehr ver­let­zende Post­ings, Mails und Tweets, woraus Mil­born den Schluss zieht: „…wenn Frauen sich nicht mehr äußern kön­nen, ohne sex­uelle Gewalt zu erfahren, müssen wir über neue Regeln sprechen“. (Corin­na Mil­born im Fal­ter Nr. 24)?

Corin­na Mil­born benen­nt auch einen der Orte, wo Wider­lichkeit­en dieser und fast aller anderen Arten „unzen­suri­ert“ aus­gekotzt wer­den kön­nen – bis­lang ohne jede Konsequenz:

„Unter einem Artikel über mich auf unzensuriert.at — ein­er FPÖ-nahen Inter­net­seite ‑ste­ht seit Wochen ungelöscht: „Man sollte dieser Entarteten die Gebär­mut­ter ziehen, ausspülen und einem Schutz­suchen­den als Trinkschlauch auf die Reise in die Wüste mit­geben. Das wäre dop­pelt ökonomisch“.” (Fal­ter Nr. 24).

Auch die weit­eren Jour­nal­istin­nen, die im „Fal­ter‘“ zu Wort kom­men, Bar­bara Kauf­mann, Han­na Herb­st und Ingrid Thurn­her, bericht­en über ähn­liche, sehr ver­let­zende Post­ings, Mails und Tweets, woraus Mil­born den Schluss zieht: „…wenn Frauen sich nicht mehr äußern kön­nen, ohne sex­uelle Gewalt zu erfahren, müssen wir über neue Regeln sprechen“.

Eine ähn­liche Kon­se­quenz hat Bir­git Hebein, Sozial­sprecherin der Grü­nen im Wiener Gemein­der­at, jet­zt gezo­gen. Sie hat jenen Thomas K., der ihr “Gewalt zukom­men“ lassen will, angezeigt. Da müssen wir übri­gens eine Kor­rek­tur an unserem Bericht „Die Dro­hun­gen wer­den gewalt­tätiger“ vornehmen. Der jet­zt Angezeigte ist nicht Burschen­schafter und Iden­titär­er, son­dern ein­fach ein recht­sex­tremer Hetzer.

Auf der Web­seite der Ini­tia­tive „#Auf­stehn“ kann mann/frau übri­gens eine Sol­i­dar­ität­serk­lärung abgeben: “Zeig’, dass du Hass und Gewalt gegen Frauen nicht tolerierst – wed­er im Inter­net noch sonst­wo – und stärke den Betrof­fe­nen den Rück­en“.

13.000 Unter­schriften sind dort bish­er geleis­tet wor­den — und kön­nen noch weit­er abgegeben werden!