„Falter“ über „Hofers Welt“

In der aktuellen Aus­gabe Nr. 15 (13.4.2016) des „Fal­ter“ porträtiert Nina Horaczek den Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en der FPÖ, Nor­bert Hofer. Da fehlen zwar noch die Pin­sel­striche, die wir aktuell mit „Hofers Hand­buch“ Teil I und Teil II geset­zt haben, auch sein Inter­view mit der Jung­nazi-Zeitschrift „hier &jetzt“, aber ins­ge­samt ist es ein sehr gelun­ge­nes Porträt in sehr erdi­gen Farben.

Vor allem einige von der Öffentlichkeit längst vergessene Hofer-Zitate und Aktio­nen, die für einen Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en unan­genehm sind oder sein soll­ten — wie die Chem­trail-Anfrage oder sein Spruch aus dem Jahr 2011, wo er als „Ver­fass­er des neuen FPÖ-Parteipro­gramms dafür gesorgt (hat), dass sich die Frei­heitlichen wieder offen zur „deutschen Volks-und Kul­turge­mein­schaft” beken­nen“ (Fal­ter), nach­dem der frühere FPÖ-Chef Haider den Deutsch-Nation­al­is­mus und die Volks­ge­mein­schaft in den 90er Jahren aus dem Pro­gramm gestrichen hat­te. Hofer jubelte 2011: „Dieser Kniefall wurde rück­gängig gemacht“.

Als bur­gen­ländis­ch­er Lan­desparteisekretär der FPÖ wütete Hofer 1997 gegen die Begleitver­anstal­tun­gen zur Wehrma­cht­sausstel­lung in Graz, die das alter­na­tive Kul­turzen­trum „Offenes Haus Ober­wart“ (OHO) damals durchführte:

„Es wer­den wieder ein­mal Schulk­lassen zu den Ver­anstal­tun­gen gekar­rt, um Kinder mit dem per­versen Exhi­bi­tion­is­mus der staatssub­ven­tion­ierten Linken zwangszubeglück­en“, wet­terte Hofer damals und forderte den Lan­dess­chul­rat auf, den Besuch von Schulk­lassen zu unterbinden (!). Im OHO fand damals statt: eine Lesung aus Feld­post­briefen, eine Vor­führung des Films von Ruth Beck­er­mann „Jen­seits des Krieges“ und eine Diskus­sion mit Univ. Prof. Klaus Ottomey­er aus Kla­gen­furt zum The­ma „Ein stig­ma­tisiert­er Ort, eine stig­ma­tisierte Gen­er­a­tion. Unser Umgang mit Tabus”. Das alles wollte Hofer für Schuk­lassen ver­boten wissen.


Ein Bild aus der Wehrmachtsausstellung
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