St. Pölten: 24 Monate für Nazi ‑Parolen und Hakenkreuz

Eine drastis­che Strafe fasste am Mittwoch ein Maze­donier aus, der sich am Mittwoch vor dem Lan­des­gericht St .Pöl­ten wegen Wieder­betä­ti­gung ver­ant­worten musste. Schon mit 14 Jahren ließ er sich ein Hak­enkreuz auf die Brust tätowieren. In sozialen Net­zw­erken postete der gel­ernte Koch (26) zwis­chen 2013 und 2015 Nazi-Parolen. Seine Ver­ant­wor­tung vor Gericht klang eher nicht so, als ob er sich ändern würde.

„Ich habe nicht gewusst, dass ich in Öster­re­ich nicht meine Mei­n­ung kund­tun darf”, vertei­digte sich der junge Mann laut „Kuri­er“ (Kuri­er NÖ, 7.4.2016). Die alte Leier von Neon­azis: die übel­ste Nazi-Het­ze ist ja nur eine „Mei­n­ung“… Ist sie eben nicht, son­dern ein Delikt nach dem Ver­bots­ge­setz, das mit ziem­lich schw­eren Strafan­dro­hun­gen belegt ist. Die Geschwore­nen befan­den ihn für schuldig, das Gericht verurteilte ihn zu 24 Monate Haft, fünf davon muss er absitzen. Das Urteil ist rechtskräftig.