Graz: Angriff auf Flüchtlingshelfer

Eigentlich ist die Über­schrift unpräzise. Mark Stask­iewicz war zwar schon früher als Flüchtling­shelfer tätig, jet­zt wurde er aber ange­grif­f­en, weil er Flüchtling­shelferIn­nen durch das Ange­bot auf kosten­lose Super­vi­sion helfen will und 40 von ihnen auch schon geholfen hat. Das stört bish­er unbekan­nte Täter, bei denen klar ist, aus welchem Eck sie kom­men. Schon vor Wochen erhielt Mark einen Dro­hbrief, jet­zt fol­gte die kör­per­liche Attacke.

Am 30. März abends wurde der Super­vi­sor auf offen­er Straße im Bezirk Lend von zwei unbekan­nten Tätern attack­iert. „Es war halb neun abends, ich hat­te mein Auto geparkt, als zwei Män­ner auf mich zuka­men, ein­er mit Glatze, ein­er mit Kapuze”, erzählte er dem „Stan­dard“. Dann hörte er das Wort „Ver­räter“ und die bei­den Unbekan­nten ver­sucht­en ihm ins Gesicht zu schlagen.

Weil der Super­vi­sor aber auch Thai­box­er ist, gelang es ihm die Schläge abzuwehren. Außer­dem habe ein Auto durch Betäti­gen der Lichthupe die Män­ner ver­trieben. Der Angriff wurde angezeigt, die Polizei ermit­telt – mit gerin­gen Chan­cen, „da die Beschrei­bung sehr vage war“ (Kleine Zeitung, 1.4.2016).


Bericht über den Dro­hbrief im Grazer
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Die Antwort von Mark Stask­iewicz ist klar. Auf Face­book schrieb er dazu:

„Wie in meinem Post­ing auf Face­book vom 28.2.16 geschrieben, lasse ich mir meine Tätigkeit nicht ver­bi­eten und lasse ich mich nicht ein­schüchtern. Jet­zt erst recht! – Wird auch nach deisem Vor­fall meine Antwort sein. Und auch dieses Mal, suche ich die Öffentlichkeit und werde einen solch feigen Angriffsver­such bekan­nt machen.
Des Weit­eren haben ich den Vor­fall polizeilich aufnehmen lassen.
„Wehret den Anfän­gen“ schrieb mir kür­zlich ein Men­sch der sein Entset­zen zum von mir erhal­tenden Dro­hbrief zum Aus­druck brachte.
Also seinen wir Wach­sam, klären wir auf, ler­nen wir aus der Geschichte!
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Und um der Ein­schüchterung ent­ge­gen zu wirken. Für Frei­willige im Flüchtlings­bere­ich gibt es ein kosten­los­es Super­vi­sion­sange­bot. Auf mein­er Home­page www.we-progress.at find­en Sie unter Supervision/Flüchtlingsarbeit eine Liste mit ein­er Rei­he an Super­vi­sorIn­nen die dies anbi­eten“
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