Frau Winters traurige Sitten

Im Umfeld von Susanne Winter tummelt sich seit Jahren ein einschlägiges Publikum, das durch diverse Sprüche der FPÖ- Abgeordneten auch immer wieder gut genährt und gepflegt wird. Von Susanne Winter stammt tatsächlich eine parlamentarische Anfrage , ob das österreichische Bundesheer ausreichend auf einen Angriff durch die EU vorbereitet sei . Jetzt taucht ein Gaskammerposter auf ihrer Facebook-Seite auf und Frau Winter ist beleidigt –auf die, die das kritisieren.

Die parlamentarische Anfrage zur EU-Armee und deren Angriff auf Österreich oder ein anderes Mitgliedsland der EU (Frage 7 von Winter: „Sollte ein anderes EU-Mitgliedsland durch die EU-Armee angegriffen werden, wäre das österreichische Bundesheer verpflichtet die feindlichen Streitkräfte durch das österreichische Staatsgebiet durchmarschieren zu lassen?“) ist einfach nur jenseitig.



Wirr

Jetzt aber ist Frau Winter beleidigt: “Hauptsache ist ja nur man haut auf die Winter drauf. Traurige Sitten sind das“, jammert sie auf Facebook.

Was ist passiert? Unter einen Kommentar von Winter und einen Link zur „Kronenzeitung“, in der über Gehaltserhöhungen für EU-Abgeordnete berichtet wird, schreibt ein Richard M:

„Solche Drecksäue. Für was brauchen sie so viel Geld. Fürs nichts tun. Irgendwann werden sie das bereuen was sie dem Menschen angetan haben. Dann brauchen sie kein Geld mehr. Die Gaskammer wartet“.

Der abgeschmackte hetzerische Kommentar blieb lange stehen auf Winters Timeline – 36 Stunden sollen es gewesen sein, bis ihn die blaue Abgeordnete löschte und beleidigt reagierte, nachdem ihr Birgit S. gepostet hatte: „Sie lassen einen Ruf nach der Gaskammer einfach so stehen? Bezeichnend und entlarvend zugleich“.

Winters eingeschnappte Antwort: „Ich nehme mir die Freiheit heraus nicht jeden Tag auf Fb zu schauen Und ich bin nicht verantwortlich für die Kommentare ANDERER. Aber dennoch, danke für den Hinweis, ich hab’s gelöscht ….Ihr Hinweis wäre wohl auch freundlicher gegeangen (!), aber Hauptsache ist ja nur man haut auf die Winter drauf. Traurige Sitten sind das“.

Natürlich kann man auch der blauen Abgeordneten zugestehen, dass sie nicht jeden Tag auf ihr Facebook-Profil schaut. Für die Kommentare anderer ist sie dennoch verantwortlich. Peter Pilz, Abgeordneter der Grünen, prüft eine Anzeige gegen den Schreiber des Nazi-Postings.

Der nicht zum ersten Mal mit einem Hetz-Posting aufgefallen ist. Im Vorjahr stellte er ein Posting in der Gruppe „Nein!-zum EU-Beitritt der Türkei“ online, in dem er die Adresse des salafistischen Hass-Predigers Pierre Vogel anbot:

„Wer braucht die Adresse von dem Terroriesten(!) und Islamisten freund Vogel. Hier ist die Adresse von dem verbrecher und Eseltreiber und ficker……“.

Susanne Winter hat sich bis zuletzt nicht entschuldigt für den Kommentar von Richard M., auch nicht erklärt, dass sie gegen solche und ähnliche Kommentare vorgehen wird, sondern jammert nur über die „versuchte Anpatzerei“ ihrer Person: „Traurige Sitten sind das“.