Bregenzer Demo für Kobane: Angriff rechtsextremer Türken

Während eine große Sol­i­dar­itäts­de­mo für Kobane am Fre­itag, 10.10. in Wien völ­lig friedlich ablief – trotz klein­er Pro­voka­tio­nen von Demon­stra­tions­geg­n­ern, kam es bei ein­er eben­falls von kur­dis­chen Organ­i­sa­tio­nen organ­isierten Sol­i­dar­itäts­de­mo in Bre­genz am Sam­stag, 11.10. zu Provoka­tio­nen durch türkische Recht­sex­treme, die zu mehreren Ver­let­zten führten.

Die Demon­stra­tion in Bre­genz kon­nte erst um eine Stunde später starten, weil ein Grüp­pchen von Gegen­demon­stran­ten die Route durch die Innen­stadt block­ierte. Die Polizei ver­an­lasste offen­sichtlich deshalb, dass die Demon­stra­tion über die Vorstadt geführt wurde, wo man­gels Fre­quenz kaum Aufmerk­samkeit erre­icht wer­den kon­nte. Die Gegen­demon­stran­ten hat­ten damit schon ein Ziel erre­icht! Ein schw­er­er Fehler der Polizei!

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Auch die tätliche Auseinan­der­set­zung zwis­chen Demon­stran­tInnen und den Gegen­demon­stran­tInnen hat­te schon vorher stattge­fun­den. Während die meis­ten Medi­en von einem Kon­flikt zwis­chen Kur­den und Jihadis­ten bzw. Unter­stützern des IS sprachen, erk­lärte der Poli­tologe und Nahost-Experte Thomas Schmidinger am Son­ntag auf Face­book bzw. in ein­er Diskus­sion­ssendung des ORF, dass es sich bei den Gegen­demon­stran­ten offen­sichtlich über­wiegend um Graue Wölfe, also um türkische Recht­sex­treme gehan­delt habe: die Gegend um Bre­genz, das Vorarl­berg­er Unter­land, ist eine Hochburg.

Auf dem Video von „Vorarl­berg online“ (vol.at) über die Demon­stra­tion ist ab Minute 3 auch mehrmals deut­lich der „Wolf­s­gruß“, das Handze­ichen der Grauen Wölfe zu sehen. Hin­ter den „Grauen Wölfen“ ste­ht die recht­sex­treme Partei der Nation­al­is­tis­chen Bewe­gung (MHP), die in den 70er und 80er Jahren für unzäh­lige Morde und Pogrome ver­ant­wortlich war. Auch der Atten­täter von Papst Johannes Paul II., Mehmet Ali Agca, war Mit­glied der Grauen Wölfe.

In Vorarl­berg haben die Grauen Wölfe in den let­zten Jahren offen­sichtlich auch neue Geschäfts­felder neben dem Recht­sex­trem­is­mus für sich ent­deckt und sind vor allem im Dro­gen-Busi­ness aktiv und gewalt­tätig geworden.

Weit­ere Infos zu den Grauen Wölfen in Österreich:

Grauer Wolf im Schaf­spelz. Recht­sex­trem­is­mus in der Ein­wan­derungs­ge­sellschaft, edi­tion sandkorn. 

Und auch auf Stopptdierechten.at.

Und zur kur­dis­chen Selb­stver­wal­tung in Syrisch-Kurdistan:

Thomas Schmidinger, Krieg und Rev­o­lu­tion in Syrisch-Kur­dis­tan, erhältlich ab 17.10.2014 (!)