Wien: Wieder rassistische Attacke

Eine 37-jährige Wiener­in, die mit Kopf­tuch am Sam­stag, 30. 8.14 mit der U 3 unter­wegs war, wurde von ein­er „kräfti­gen Mittvierzigerin“ (Kuri­er, 3.9.14) zunächst ver­bal, dann kör­per­lich attack­iert. Einem Augen­zeu­gen, der der türkischstäm­mi­gen Lehrerin zu Hil­fe kom­men wollte, zerkratzte die Unbekan­nte das Gesicht. Die Polizei geht von der Attacke ein­er „ver­wirrten Frau“ aus.

Erst vor weni­gen Tagen ist es in Wien Favoriten zu ein­er ras­sis­tisch motivierten Attacke auf zwei ältere Frauen (84 und 71 Jahre), die Kopf­tuch tru­gen, gekom­men. Der „Kuri­er“ bemerkt zu der Attacke in Favoriten: „Bei diesem Vor­fall hat­te es die Polizei nicht beson­ders eilig. Die Ein­ver­nah­men fan­den erst Tage später statt“.

Warum die Polizei in dem neuen Fall von der Attacke ein­er „ver­wirrten Frau“ aus­ge­ht und nicht von ein­er ras­sis­tisch motivierten, geht aus den Bericht­en bzw. der Stel­lung­nahme der Polizei nicht her­vor. Das Opfer, eine Lehrerin, kon­nte jeden­falls wed­er einen ver­wirrten oder alko­holisierten Zus­tand der Angreiferin bemerken. Der Augen­zeuge und Helfer war offen­sichtlich eben­falls davon überzeugt, dass die Angreiferin ein Prob­lem mit dem Kopf­tuch hat­te und deshalb aggres­siv wurde.

Quelle: Kuri­er, 3.9.2014