Ebbs (Tirol): Neue Waffen und eine SS-Fahne

In der Affäre um den Waf­fen- und Sprengstoff­fund in Ebbs gibt es Neuigkeit­en. Der Hauptverdächtige bestre­it­et zwar nach wie vor einen ter­ror­is­tis­chen Hin­ter­grund für seine beachtliche Sprengstoff­samm­lung, hat aber mit­tler­weile die Polizei zu einem weit­eren Waf­fend­e­pot geführt.

Unklar ist, ob es sich um ein oder zwei Waf­fend­e­pots han­delt. Die Tirol­er Tageszeitung (7.2.13) spricht von einem Depot mit zehn Lang­waf­fen, die „Wiener Zeitung“ (7.2.13) von zwei Depots im Wald.

Laut „Wiener Zeitung“ hat der Hauptverdächtige ein „umfassendes Geständ­nis“ abgelegt, in dem er sich selb­st als „Fanatik­er“ beze­ich­net, aber Verbindun­gen zur recht­sex­tremen Szene bestreitet.

Seine Vertei­di­gerin erk­lärte demge­genüber der TT: “Der Mann ist ein aus­ge­sproch­en­er Waf­fen­narr. Gegenüber gle­ich­gesin­nten Fre­un­den wollte er sich mit sein­er Samm­lung pro­fil­ieren“. Diese Fre­unde ste­hen laut TT nach wie vor im Visi­er des Ver­fas­sungss­chutzes. Sie sollen auch gemein­sam mit dem Hauptverdächti­gen an Schießübun­gen teilgenom­men haben. Bei der Haus­durch­suchung wurde übri­gens auch eine SS-Fahne sichergestellt.

Vielle­icht emp­fiehlt sich auch eine Öff­nung des Face­book-Kon­tos. Es ist nur für Fre­unde zugänglich, aber die weni­gen öffentlichen Fotos zeigen, dass der „Fanatik­er“ eine deut­liche Abnei­gung gegen Grüne und Sozialdemokrat­en hegt. Nichts Spek­takuläres, aber wer weiß, was der „Fanatik­er“ son­st noch gepostet hat.


Nor­bert B. Face­book-Pro­fil. Eine deut­liche Abnei­gung gegen Grüne und Sozialdemokrat­en. Nichts Spek­takuläres, aber das meiste ist nur für Fre­unde zugänglich
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Die bei der Razz­ia sichergestell­ten Chemikalien hat N.B. übri­gens in Polen und Slowe­nien bestellt. Vor dort sind – laut TT – auch die Infos durch die Sicher­heits­be­hör­den erfolgt.