NSU in Bayern und ein V-Mann verbreitete Todesliste

Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a.) mit einer lesenswerte Recherche über NSU in Bayern: „Mitglieder des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) und ihres Umfeldes unterhielten vielfache Kontakte zur bayerischen Neonaziszene. Einige bayerische Rechte gehörten dem Unterstützernetzwerk des NSU an“.
Weiter mit a.i.d.a. – NSU in Bayern (Teil 1).

RP Online berichtet, dass ein anderer „mutmaßliche V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes aus dem Umfeld der Terrorzelle NSU“ dabei geholfen habe Todeslisten mit politischen GegnerInnen zu verbreiten.

Demnach habe der Rechtsextremist bei der Herausgabe der anonym verbreiteten Hetzschrift Der Einblick geholfen. Darin seien mehr als 250 Namen und Adressen von Linken und vermeintlich Linken genannt gewesen – verbunden mit dem Aufruf, ihnen „unruhige Nächte“ zu bereiten und sie „endgültig auszuschalten“. Die Todesdrohungen betrafen Angehörige der Antifa-Szene, der Gewerkschaften, der Grünen und der SPD. „Der Verfassungsschutz wollte dazu keine Stellungnahme abgeben“, so RP Online.