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Nachwirkung der Sommerhitze: „Burschi-Safari“ angezeigtLesezeit: 2 Minuten

Der Ring Frei­heit­li­cher Stu­den­ten (RFS) und der Wie­ner Kor­po­ra­ti­ons­ring (WKR) haben die Som­mer­hit­ze nicht gut über­stan­den und sich – wie derStandard.at berich­tet – eine Anzei­ge wegen des Ver­dachts der Ver­het­zung ein­ge­han­delt. Gegen­stand der Anzei­ge ist die „Bur­­schi-Safa­ri“, durch die sich die Anzei­ger ver­hetzt füh­len. Seit Jah­ren fin­det die „Bur­­schi-Safa­ri“, ein Rund­gang durch die Bezir­ke in […]

20. Sep 2012

Seit Jah­ren fin­det die „Bur­schi-Safa­ri“, ein Rund­gang durch die Bezir­ke in Wien, in denen Bur­schen­schaf­ter­häu­ser und ‑buden ste­hen, statt. Bei die­sen Rund­gän­gen gibt es Infor­ma­tio­nen zu den Bur­schen­schaf­ten und ihre Ver­wick­lung in rechts­extre­me Akti­vi­tä­ten. Im Juni 2009 kam es dabei zu einem Angriff von ver­mumm­ten Rechts­extre­mis­ten auf die Teil­neh­me­rIn­nen des Rundgangs.

RFS und WKR schei­nen aber nicht durch die Aggres­si­vi­tät aus den eige­nen Rei­hen beun­ru­higt, son­dern durch den Begriff „Safa­ri“, der in sei­ner ursprüng­li­chen Bedeu­tung eine Rei­se jeg­li­cher Art bezeich­ne­te. Die Anzei­ger wol­len die Bur­schen­schaf­ter aber in der Nach­fol­ge von Ele­fan­ten, Büf­feln usw. sehen und füh­len sich als Groß­wild gehetzt.

Zur „Bur­schi-Safa­ri“ im Sep­tem­ber hat­ten auch SPÖ-Orga­ni­sa­tio­nen ein­ge­la­den, dabei auch von einer „Safa­ri“ ande­rer Art gespro­chen und die Ver­wechs­lung von Bur­schis mit Büf­feln klar aus­ge­schlos­sen. Nicht so für RFS und WKR, die ver­mut­lich allein durch die Ver­wen­dung des Fremd­worts „Safa­ri“ schwers­tens ver­un­si­chert sind.

Als Ver­däch­ti­ge wer­den in der Jux-Anzei­ge unter ande­ren die Bun­des­ge­schäfts­füh­rung der SPÖ und aus­ge­rech­net der frü­he­re Bun­des­rat Albrecht Kon­ec­ny ange­führt. Kon­ec­ny wur­de in der Nacht des WKR-Balls von einem Unbe­kann­ten, ver­mut­lich einem Rechts­extre­men, zusam­men­ge­schla­gen, schwer ver­letzt und anschlie­ßend in Nazi-Foren ver­höhnt. Die bru­ta­le Atta­cke ist übri­gens noch immer nicht geklärt.


Prinz Eugen kün­digt den Angriff an: “… den paar Zecken ein­fach ordent­lich aufs Maul zu schlagen”

„Unzen­su­riert“ weiß übri­gens schon, wie es mit der Anzei­ge von WKR und RFS wei­ter­geht: “‘Bur­schi-Safa­ri‘ endet für SPÖ-Funk­tio­nä­re vor Strafbehörden.“


Die Umset­zung der Dro­hung: Prinz Eugen (einer der Ball­be­su­cher) und Eis­pi­ckel unter­hal­ten sich über die Angrif­fe von Neo­na­zis wäh­rend der Anti-WKR-Proteste.

Was die FPÖ unter “Ein­tre­ten für demo­kra­ti­sche Grund­rech­te” versteht

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