Wels: Kein Glück mit NS-VersandLesezeit: 1 Minute

Die Geschäfts­idee war rela­tiv ein­fach. Unter der Mar­ken­be­zeich­nung Nor­dic Squad, die sich wun­der­bar mit NS abkür­zen lässt, wur­de ein Inter­­net- Ver­sand­han­del mit Street­wear gegrün­det. Das Intro der Home­page zeig­te die Reichs­kriegs­flag­ge, statt des Haken­kreu­zes den Schrift­zug Nor­dic Squad, die Abkür­zung NS und die Tyr-Rune. Jetzt wur­de dem Ver­sand­händ­ler aus Des­sel­brunn die Rech­nung prä­sen­tiert. Des­sel­brunn ist […]

20. Aug 2012

Des­sel­brunn ist nicht zufäl­lig der Bezugs­punkt. In Des­sel­brunn hat­ten sich bis Anfang 2011 eini­ge ein­schlä­gi­ge Kame­ra­den im Objekt 21 ein­ge­nis­tet, bis ihr Kul­tur­ver­ein von der Bezirks­haupt­mann­schaft nach dem Ver­bots­ge­setz auf­ge­löst wurde.


Kund­schaft für NS-Versand?
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Der „NS“-Versand war wohl ein Begleit­pro­dukt die­ser neo­na­zis­ti­schen „Kultur“arbeit, was auch in der Reichs­kriegs­flag­ge zum Aus­druck kam.

Jetzt stand der Ver­sand­händ­ler in Wels vor einem Geschwo­re­nen­ge­richt wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung. Im März 2011 war eine Sach­ver­halts­dar­stel­lung (pdf) ein­ge­bracht wor­den, die den Ver­dacht hin­rei­chend beschrieb .

Vor Gericht stell­te sich her­aus, dass Albert A. E. (37) sei­nen Han­del anschei­nend schon jah­re­lang betrie­ben hat­te, ehe er Ende März 2011 nach einer ers­ten Ein­ver­nah­me mit sei­nem Ver­sand off­line ging. Der NS-Händ­ler ver­such­te vor Gericht ein­mal mehr mit Trick 17 zu punk­ten. Er habe über die Bedeu­tung der ver­wen­de­ten Sym­bo­le und Far­ben nicht Bescheid gewusst. Das Resul­tat: die Geschwo­re­nen spra­chen ihn ein­stim­mig schul­dig. Das rechts­kräf­ti­ge Urteil: zwölf Mona­te bedingt.

(Quel­le: ORF OÖ)

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