Horn/Krems (NÖ): 10 Jahre für alten Nazi

10 Jahre Haft und Ein­weisung in eine Anstalt für zurech­nungs­fähige, aber geistig höher­gr­a­dig abnorme Rechts­brech­er: das ist das Urteil eines Schwurg­erichts in Krems gegen Friedrich K. (76), der im Dezem­ber 2010 einen schw­eren Sprengstof­fan­schlag gegen einen Sozialar­beit­er in Horn aus­führen wollte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der „Kuri­er“ beschreibt in sein­er Aus­gabe vom 20.5. Tat und Täter so: „Sein nahezu para­noides Mis­strauen, gepaart mit geistig seel­is­ch­er Abar­tigkeit, hat im Dezem­ber einen 76-jähri­gen Obdachlosen dazu gebracht, eine Bombe aus­gerech­net auf jenen Men­schen zu wer­fen, der ver­suchte, eine Unterkun­ft und angemessene Ver­sorgung für ihn zu organisieren“.

Nur im psy­chi­a­trischen Gutacht­en blitzt etwas durch von der poli­tis­chen Ori­en­tierung des alten Mannes: „Er ist laut psy­chi­a­trischem Gutacht­en ein extrem mis­strauis­ch­er Einzel­gänger mit aus­län­der­feindlich-para­noiden Zügen, aus­geprägt aggres­siv­en Fan­tasien und starkem Hang zu Waf­fen“.(Kuri­er, 20.5.2011)

Der alte Mann, der in anderen Medi­en als „Wirrkopf“ beschrieben wird, war ein alter Nazi, der in seinem Gasthaus Hausver­bot erhal­ten hat, weil er immer mit Neon­azi-Zeitun­gen aufge­taucht sei und sie herumgezeigt habe, so der „Kuri­er“ in einem Bericht über Friedrich K. am 17.12.2010. In sein­er Unterkun­ft, ein­er Sche­une, fand man neben aus­gestopften Vögeln auch Nazi-Plakate.

Friedrich K. wird in der Sta­tis­tik über recht­sex­treme Straftat­en sich­er nicht auf­scheinen: er war ein Einzel­gänger, mit aus­län­der­feindlich-para­noiden Zügen laut Gutacht­en, der gerne Nazi-Zeitun­gen las. Und davon gibt’s etliche. 

Siehe auch: Horn (NÖ): Bomben­bastler war alter Neonazi