Innsbruck: Vom Ausländerhass zur Wiederbetätigung

Ein junger Unter­län­der ist am Mittwoch,18.5. vom Lan­des­gericht Inns­bruck wegen Wieder­betä­ti­gung zu ein­er bed­ingten Haft­strafe von sechs Monat­en verurteilt wor­den. Sein Brud­er, der zur Tatzeit min­der­jährig war, hat­te schon vorher Diver­sion erhalten.

Ende 2008, der Angeklagte hat­te zuvor seinen Arbeit­splatz ver­loren, fre­un­de­ten er und sein Brud­er sich mit der lokalen Neon­azi-Szene an. Er lud sich NS-Bilder und Lieder aus dem Inter­net und gab sie auch an seinen Brud­er weit­er. Auf die Frage, warum er das gemacht habe, gab er an: „Wegen der Ver­her­rlichung des Aus­län­der­has­s­es.” Die Türken, Bosnier usw. seien es, die zurück­geschickt gehören: „Mit denen hab i schon öfter Prob­leme gehabt.“ (Öster­re­ich, 19.5.2011)

Vor Gericht gab der jet­zt 21-Jährige an, aus der Szene aus­gestiegen zu sein und mit den Nazis nichts mehr am Hut zu haben. Die Folge: ein mildes Urteil. Das Brüder­paar erhielt vom Gericht die Auflage, einen Uni-Kurs über Recht­sex­trem­is­mus und das NS-Regime zu besuchen.