Alpen-Donau: Drohungen der Nazis nehmen zu

Die öffentlichen Drohungen der Alpen-Nazis begleiten ihre Homepage Alpen-Donau seit der Gründung im März 2009. Personen, die den Alpen-Nazis nicht passen, werden an den Pranger gestellt: mit Fotos und Adresse geoutet, verspottet und lächerlich gemacht. Beispiele dafür finden sich zur Genüge. Das Spektrum der so Bedrohten reicht von der Präsidentin des Nationalrats bis zu Menschen mit „ungermanischer“ Hautfarbe oder jüdischen Glaubens. Peter Gridling, Chef des Verfassungsschutzes, spricht von insgesamt 240 Anzeigen, die an die Justiz gemacht wurden. Wie viele davon sich auf den Verdacht der gefährlichen Drohung (§ 107 StGB) beziehen, ist uns nicht bekannt.


Tötungsfantasien à la alpen-donau: “Andre Länder andre Sitten. So endete ein Schwuler im Iran. Die verdienen nur….Selbstverständlich ärztliche Behandlung. Was denn sonst?”

Was uns allerdings von einigen Personen bekannt ist, sind die versteckten Bedrohungen, die über ihre öffentliche Bedrohung auf Alpen-Donau initiiert werden.

  • Die Journalistin A.W. wurde auf Alpen-Donau mehrfach verunglimpft und antisemitisch beschimpft. Auf WordPress wurde unter ihrem Namen ein Blog angelegt und darauf ein antisemitischer Artikel mit dem Titel „Die Juden in Österreich“ online gestellt.
  • Der Bundesrat der Grünen, Efgani Dönmez, natürlich auch auf Alpen-Donau geoutet, erhielt einen Drohbrief mit der gefälschten Absenderadresse eines grünen Gemeinderats, in dem es unter anderem hieß: „Jetzt wird es Zeit, dass wieder einer kommt, der mit euch aufräumt…“.
  • B.T., der mehrfach öffentlich auf Alpen-Donau bedroht und beschimpft wurde, erhielt auf seinem Blog Kommentare wie: „Schwuchtel! Die Jagdsaison wird bald angepfiffen!“ oder: „Wisch dir den Schaum vom Mund. Es könnte dich jemand mit einem tollwütigen Hund verwechseln und dich wie einen ebensolchen Hund erschlagen“. „Veteran 88“ schrieb ihm: „Wir werden herausfinden wo du wohnst, und dann es dir leid tun was du getan hast.“
  • Der auf Alpen-Donau besonders gehasste U.S. erhielt auf seine private Mail-Adresse die folgende Mail: „…. du Hurenkind, dich kriegen wir auch noch! Am R. kannst du dich nicht verstecken! Was dann mit dir geschah werde ich S. erzählen während sie zwischen meinen Schenkeln kniet und um Verzeihung bläst! Heil FPÖ!“.
  • Werner Kogler, stellvertretender Klubobmann der Grünen, erhielt mehrfach Droh-Mails mit dem Text: „Du verschissene,multikulturelle Drecksau!Wenn Du nocheinmal deine linken Einwanderungstheorien verkündest, h a c k e n wir dich um,ohne wenn und aber !“
  • P., der einen engagierten Blog gegen die Alpen-Nazis verfasst hat, hat nach mehrfachen Drohungen beschlossen, seine Bloggerei einzustellen. Er hatte zuletzt folgendes Posting erhalten: „hey schwuler, muß dein erstgeborener wirklich erst nen unfall haben damit dus kapierst? Ab jetzt werden sich ‚andere‘ leute um euch kümmern, scheinbar wisst ihr immer noch nicht, mit wem ihr euch da anlegt“.
  • Wir ersuchen dringend alle, die Drohbotschaften (Mails, Postings, Briefe usw.) erhalten haben, uns dazu die notwendigen Infos zu schicken!