Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Spotify cancelt Sellner – aber nicht ganz

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat den Podcast „Audioanalysen“ des neofaschistischen Aktivisten Martin Sellner gelöscht. Bei Apple findet sich das Format allerdings nach wie vor. Im nicht-digitalen Raum wird es auch enger für Sellner: Eine Einreisesperre nach Deutschland wird erwogen.

23. Jan. 2024
Martin Sellner, 29.7.23 Wien (Foto: RechercheNetzwerk.Berlin https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/53080795079/in/album-72177720310119841/)
Martin Sellner, 29.7.23 Wien (Foto: RechercheNetzwerk.Berlin https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/53080795079/in/album-72177720310119841/)

Die meisten der großen Player unter den digitalen Plattformen (YouTube, Facebook, Instagram und X) haben Sellner bereits vor etwa drei Jahren gecancelt. Nun löschte auch der schwedische Streamingdienst Spotify das Produkt des rechtsextremen Influencers. Eine Spotify-Sprecherin erklärte auf Anfrage des STANDARD: „Unsere Plattformregeln besagen eindeutig, dass wir keine Inhalte zulassen, die Terrorismus oder gewalttätigen Extremismus fördern oder unterstützen. Nach Überprüfung wurde dieser Inhalt entfernt.“ (derstandard.at, 20.01.24) Folglich bleibt unter den großen Firmennamen nur noch Apple; dort kann das Sellnersche Propagandaprogramm bis dato weiterhin konsumiert werden.

Das umfassende Deplatforming ändert nichts daran, dass Sellner in der rechtsextremen Szene ernst genommen und hofiert wird, wie etwa seine zentrale Rolle als Referent eines „Masterplans“ für Massendeportationen bei einem Treffen neofaschistischer Aktivisten und AfD-Politiker in der Nähe von Potsdam zeigte, das vom Recherchenetzwerk „Correctiv“ aufgedeckt wurde.

Sellner-Folge bei der rechtsextremen Kooperation „Lagebesprechung“

Spotify hat Sellner allerdings nicht ganz gelöscht: Es finden sich weiterhin Podcast-Folgen mit ihm in unterschiedlichen rechtsextremen Kanälen. Darunter ist etwa eine Folge des „Kanal Schnellroda“ von Götz Kubitschek, wo Sellner zusammen mit Kubitschek über einen „Regime Change von rechts“ spricht. Außerdem gibt es eine Folge des „Heimatkurier Podcast“, der von dem identitären Aktivisten Philipp Huemer betrieben wird, Titel: „Widerstandsjahr 2024“. Und auch das verschwörungsideologische Desinformationsmedium „AUF1“, deren Chef Stefan Magnet sich erst vor kurzem von seiner braunen Seite gezeigt hat, bietet via Spotify eine Sellner-Sendung. Deren Titel bedient bereits die larmoyante Opferpose, in der sich der Aktivist so gerne gibt: „Martin Sellner: Digitale Vernichtung wird an mir vorgezeigt, treffen wird es alle“. Auch eine Folge des Formats „Lagebesprechung“ mit dem Titel „Widerständig bleiben – Gespräch mit Martin Sellner“ findet sich noch bei dem Streamingdienst.

Sellner im rechtsextremen Format "Lagebesprechung" (Screenshot Spotify, 21.01.2024)
Sellner im rechtsextremen Format „Lagebesprechung“ (Screenshot Spotify, 21.01.2024)

Bei dem Format handelt es sich um eine Kooperation von „Sezession“, „Verlag Antaios“, „EinProzent“ und „Freilich“. Die ersten drei schätzt der deutsche Verfassungsschutz als gesichert rechtsextreme Bestrebungen ein (1). Und „Freilich“ würde wohl dieselbe Einschätzung treffen, wäre es nicht österreichisch: nämlich das Aula-Nachfolgemagazin, das seit 2018 alle zwei Monate erscheint und zu einem publizistischen Sammelbecken von „neurechten“ Aktivisten (fast nur Männer) und FPÖ sowie AfD wurde. „Freilich“ verlinkt inzwischen nicht mehr zu dem Podcast-Format. Auf der Website der Partnerorganisation „EinProzent“ wird das Magazin allerdings noch als beteiligt geführt:

Podcast "Lagebesprechung" auf der Website von "Einprozent" (Screenshot, 22.01.2024)
Podcast „Lagebesprechung“ auf der Website von „Einprozent“ (Screenshot, 21.01.2024)

Wurde es „Freilich“ zu heiß, offen mit Sellner zu kooperieren? Ideologisch würde das kaum Sinn machen, da reicht ein Blick auf die regelmäßigen Wortspender im Heft.

Zunehmender Druck

Dass es sogar noch heißer um Sellner wird, ist absehbar. Einem Medienbericht zufolge, wird auch erwogen, dem Neofaschisten die Einreise nach Deutschland künftig zu verbieten:

Nach Informationen von t-online gibt es nun im Bundesinnenministerium (BMI) Überlegungen, gegen Sellner eine Einreisesperre zu verhängen. Obwohl EU-Bürger, dürfte er dann zumindest befristet nicht mehr für Vorträge und Treffen nach Deutschland kommen. Großbritannien und die USA haben gegen ihn bereits einen entsprechenden Bann erlassen. Die Idee ist aber umstritten. (t-online.de, 22.01.24)

Die rechlichen Hürden für eine solche Einreisesperre sind zwar hoch, aber die Konsequenzen für Sellners Propagandashow wären potenziell gravierend, schließlich befindet sich der größere Teil seines Netzwerks in Deutschland.

Fußnoten:

1 Das „Institut für Staatspolitik“ (IfS) gilt seit April 2023 als „gesichert rechtsextrem“, der Verlag „Antaios“ und das Magazin „Sezession“ gehören allerdings zum selben Haus: Alle drei befinden sich an derselben Adresse in Schnellroda, Sachsen, und alle werden von Götz Kubtischek geleitet.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Freilich/AULA | Heimatkurier | Identitäre | Prävention/Deradikalisierung | Rechtsextremismus | Weite Welt | Wien

Beitragsnavigation

« Mélange KW 3/24: FPÖ Sierning liefert wieder einmal
Schändungen von Gedenkstätten: rechtsextremer Hintergrund »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter