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Lesezeit: 9 Minuten

Peter Thiel und Wolfgang Palaver: ziemlich gute Freunde?

Ein hef­ti­ger Pro­test hat den geplan­ten Auf­tritt des Tech-Mil­li­ar­därs und beken­nen­den Anti­de­mo­kra­ten Peter Thiel im Rah­men der Wie­ner Fest­wo­chen letzt­end­lich ver­hin­dert. Deren Inten­dant Milo Rau ist zwar ande­rer Mei­nung, wür­de Thiel wie­der ein­la­den und mut­maßt, die ver­hin­der­te Debat­te zwi­schen Thiel und dem Theo­lo­gen Wolf­gang Pala­ver wäre die ers­te gefähr­li­che Situa­ti­on für Peter Thiel gewe­sen. Da sind wir völ­lig ande­rer Ansicht.

8. Juni 2026
Peter Thiel und Wolfgang Palaver: Ziemlich gute Freunde? (Bild KI-generiert)
Peter Thiel und Wolfgang Palaver: Ziemlich gute Freunde? (Bild KI-generiert)

Der Mann der Widersprüche: Peter Thiel

Vor kur­zem erst hat Peter Thiel (58), der in Frank­furt am Main gebo­ren wur­de und US-Staats­bür­ger ist, sei­ne Fami­lie nach Argen­ti­ni­en umge­sie­delt. Sei­ne Fami­lie, das sind sein Mann, den er 2017 in Wien geehe­licht hat, und sei­ne zwei Töch­ter, die durch Leih­mut­ter­schaft gezeugt wurden.

Schon die per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se sind ein Indiz für die vie­len Wider­sprüch­lich­kei­ten rund um den viel­fa­chen Mil­li­ar­där und Epstein-Freund, der etwa „Woke­ness“ als christ­li­che Opfer­ideo­lo­gie denun­ziert. Eine Leih­mut­ter­schaft wür­den reak­tio­nä­re Chris­ten (wie Thiel) übli­cher­wei­se mit schwe­rer Sün­de und Ver­damm­nis ver­bin­den, aber für Mil­li­ar­dä­re exis­tie­ren offen­bar Aus­nah­men. Markt­wirt­schaft, bzw. Wett­be­werb lehnt Thiel eben­falls ab („com­pe­ti­ti­on is for losers“), Mono­po­le sind für ihn Fortschrittsmotoren.

Nach Argen­ti­ni­en ist die Fami­lie aus steu­er­recht­li­chen Grün­den über­sie­delt. Ob er auch die argen­ti­ni­sche Staats­bür­ger­schaft anstrebt, ist unklar. Die neu­see­län­di­sche Staats­bür­ger­schaft hat er schon seit 2011, von Mal­ta hat er einen Pass bean­tragt. Um Unab­hän­gig­keit von Staat­lich­keit und Steu­ern zu för­dern, war er auch einer der Groß­in­ves­to­ren des pri­va­ten Stadt­staa­tes Prós­pe­ra in Hon­du­ras. Den­noch erklär­te er am Par­tei­tag der Repu­bli­ka­ner 2016: „Ich bin stolz, schwul zu sein. Ich bin stolz, ein Repu­bli­ka­ner zu sein. Vor allem bin ich stolz, Ame­ri­ka­ner zu sein.“ Der ultra­li­ber­tä­re Natio­na­list, der aus sei­nem Land flieht?

Mit Öster­reich ver­bin­det ihn eini­ges. Da wäre zunächst die Hoch­zeit in Wien, dann die Freund­schaft mit Sebas­ti­an Kurz, der nach sei­ner geschei­ter­ten Kanz­ler­schaft beim Anti­de­mo­kra­ten Thiel anheu­er­te. Eine indi­rek­te Ver­bin­dung gibt es wohl auch zur FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Bar­ba­ra Kolm, die bis 2018 – da wur­de sie unter Tür­kis-Blau Vize­prä­si­den­tin der Öster­rei­chi­schen Natio­nal­bank – im Qua­si-Auf­sichts­rat CAMP der pri­va­ti­sier­ten Zonen von Hon­du­ras saß.

„Wolfgang?“

Dann gibt es noch die Ver­bin­dung zu Wolf­gang. Viel­fäl­ti­ge Ver­bin­dun­gen. 2023 war Peter Thiel Vor­tra­gen­der auf einer Kon­fe­renz in Paris, die sich mit sei­nem ver­schwur­bel­ten Leib­the­ma des „Anti­christ“ und des „Kat­echon“, also der Figur, die den „Anti­christ“ auf­hal­ten kann, beschäf­tig­te. Die Figur des Kat­echon kommt in der Bibel nur völ­lig neben­säch­lich, in weni­gen Sät­zen in den Pau­lus-Brie­fen vor; sie fand eine auto­ri­tä­re Aus­füh­rung durch Carl Schmitt, den Nazi-Juris­ten, und fei­ert ihre neu­er­lich reak­tio­nä­re Wie­der­auf­er­ste­hung durch Peter Thiel, der sie seit eini­gen Jah­ren in sei­nen Vor­trä­gen predigt.

Das Maga­zin Wired (30.9.25) berich­te­te in einer umfang­rei­chen Repor­ta­ge zu einem Auf­tritt von Thiel in Paris 2023 von die­sem „ers­ten gro­ßen Vor­trag sei­ner Welt­un­ter­gangs-Tour­nee“:

Als Thiel geen­det hat­te, eröff­ne­te ein Mode­ra­tor die Fra­ge­run­de mit der Fest­stel­lung, dass die Rede ziem­lich ernüch­ternd gewe­sen sei. Wenn die Welt auf eine apo­ka­lyp­ti­sche Kri­se zusteue­re, frag­te er, was wür­de der Mil­li­ar­där uns wohl raten? „Den Anti­chris­ten abweh­ren“, lau­te­te die Ant­wort. Dar­über hin­aus erklär­te Thiel, dass er – wie Girard – nicht wirk­lich prak­ti­sche Rat­schlä­ge geben wol­le. Weni­ge Augen­bli­cke spä­ter stand jemand im Publi­kum auf und kor­ri­gier­te ihn. „Was Sie über Girard gesagt haben, stimmt nicht“, sag­te eine Män­ner­stim­me. Thiel – der oft dazu neigt, sei­ne Gesprächs­part­ner zu über­ge­hen oder zu über­rum­peln – kniff die Augen zusam­men und ver­such­te, den Spre­cher zu iden­ti­fi­zie­ren, um her­aus­zu­fin­den, wer ihm wider­sprach. Die Stim­me hat­te die run­den Voka­le und wei­chen Rs eines unver­kenn­bar öster­rei­chi­schen Akzents und strahl­te eine ruhi­ge, ver­trau­te Auto­ri­tät aus. „Oft­mals“, fuhr der Red­ner fort, „frag­ten jun­ge Leu­te Girard: ‚Was sol­len wir tun?‘ Und Girard riet ihnen, in die Kir­che zu gehen.
Thiel schien end­lich zu erken­nen, wer da sprach. Er beug­te sich zum Mikro­fon: „Wolf­gang?“
(Über­set­zung mit Deepl)

Peter Thiel erkann­te an der Stim­me Wolf­gang Pala­ver wie­der. Also jene Per­son, die in der Vor­stel­lung von Milo Rau bei den Wie­ner Fest­wo­chen den Kon­ter­part und damit „die ers­te gefähr­li­che Situa­ti­on für Peter Thiel“ geben sollte.

"The Real Stakes, and Real Story, of Peter Thiel's Antichrist Obsession" (Screenshot Wired 30.9.25)
„The Real Sta­kes, and Real Sto­ry, of Peter Thiel’s Anti­christ Obses­si­on” (Screen­shot Wired 30.9.25)

Thiel sponsert COV & R und ARM

Die Kon­fe­renz in Paris, bei der Thiel sei­nen angeb­lich über­ra­schen­den Auf­tritt als Vor­tra­gen­der hat­te, war eine Jah­res­kon­fe­renz von COV & R. Das inter­na­tio­nal agie­ren­de COV & R gibt es seit 1990. Ers­ter Prä­si­dent war der 2004 ver­stor­be­ne Inns­bru­cker Theo­lo­ge Ray­mund Schwa­ger. Einer sei­ner Nach­fol­ger als Prä­si­dent und von Beginn an in Funk­tio­nen tätig war Wolf­gang Pala­ver. Aktu­ell ist es wie­der ein Theo­lo­ge der Inns­bru­cker Uni­ver­si­tät, Niko­laus Wand­in­ger, der dort das For­schungs­zen­trum Reli­gi­on- Gewalt – Kom­mu­ni­ka­ti­on ‑Welt­ord­nung (RGKW) lei­tet, das mit COV & R eng ver­bun­den ist.

COV & R ist ein inter­na­tio­nal agie­ren­der Ver­ein, der – salopp for­mu­liert – die Exege­se der Leh­ren des 2015 ver­stor­be­nen Kul­tur­anthro­po­lo­gen und katho­li­schen Theo­lo­gen Rene Girard (1923–2015) betreibt. Das „mime­ti­sche Begeh­ren“ ist der Kern die­ser The­sen von Girard, der zeit­wei­se an der Stan­ford Uni­ver­si­ty lehr­te, wo ihn Thiel und Pala­ver kennenlernten.

COV & R hat­te in sei­nen bes­ten Zei­ten an die 300 Mit­glie­der, die einen Mit­glieds­bei­trag von 55 USD (Stu­die­ren­de die Hälf­te) zah­len. Zwi­schen­zeit­lich ist der Mit­glie­der­stand nach eige­nen Anga­ben auf 250 gesun­ken. Die Ein­nah­men aus Mit­glieds­bei­trä­gen sind jeden­falls begrenzt. Des­halb sind Spon­so­ren sehr erwünscht.

Der größ­te Spon­sor von COV & R ist „Imi­ta­tio“, eine 2008 gegrün­de­te Ein­rich­tung der Thiel-Foun­da­ti­on, die die För­de­rung der Leh­ren von Rene Girard zum Ziel hat. „Imi­ta­tio“ för­dert seit 2013 COV & R, indem es einen Haupt­vor­trag auf der jähr­li­chen COV & R‑Konferenz bezahlt (Reise‑, Unterbringungs‑, Hono­rar­kos­ten) und Rei­se­kos­ten­zu­schüs­se in der Höhe von jeweils 1.000 USD für Stu­die­ren­de und „Prac­ti­tio­ners“ mit­fi­nan­ziert (die COV & R‑Jahreskonferenzen fin­den bis­wei­len an nicht unbe­dingt bil­li­gen Kon­fe­renz­or­ten statt).

Niko­laus Wand­in­ger, der Prä­si­dent von COV & R, gibt Stoppt die Rech­ten auf Anfra­ge die Zuschüs­se von „Imi­ta­tio“ für 2025 und 26 mit jeweils 10.000 Euro an. In frü­he­ren Jah­ren hat „Imi­ta­tio“ auch Sach­kos­ten (Buch­neu­erschei­nun­gen zu Girard) für die Mit­glie­der finan­ziert – die­se För­de­rung wur­de aber wie­der ein­ge­stellt, schreibt uns Wand­in­ger, der zu den Jah­res­kon­fe­ren­zen noch fest­hält: „Die Auf­stel­lung der Finan­zie­rung und die Kon­fe­renz­pla­nung obliegt dabei ganz den vor Ort Ver­ant­wort­li­chen, die COV&R‑Mitglieder sind und die Kon­fe­renz so pla­nen, dass sie auch den Inter­es­sen von COV&R ent­ge­gen­kommt.“ (Mail an SdR, 4.6.26).

Homepage Imitatio (Thiel Foundation)
Home­page Imi­ta­tio (Thiel Foundation)

2023 war der loka­le Girar­dis­ten-Ver­ein, die „Asso­cia­ti­on Recher­ches Mimé­ti­ques“ (ARM) für die Jah­res­kon­fe­renz zustän­dig. Im Bul­le­tin von COV & R Nr. 63 hieß es über ARM: „In den letz­ten Jah­ren wur­de ARM haupt­säch­lich von Imi­ta­tio finan­ziert, das Teil der Thiel Foun­da­ti­on ist.“

Peter Thiel war also 2023 der viel­be­ach­te­te Star­red­ner einer Jah­res­kon­fe­renz von COV & R (das von der Thiel-Foun­da­ti­on gespon­sert wird), die von ARM aus­ge­rich­tet wur­de (die haupt­säch­lich von der Thiel-Foun­da­ti­on finan­ziert wur­de). Viel mehr Thiel in einer COV & R‑Jahreskonferenz geht gar nicht – aber nie­mand hat das bis­her thematisiert.

Imitatio Representative Member Palaver – ein Konterpart von Thiel?

Wolf­gang Pala­ver (67) ist ein seit 2023 eme­ri­tier­ter Theo­lo­ge, der an der Uni­ver­si­tät Inns­bruck gelehrt hat. Pala­ver ist enga­gier­ter Christ, Prä­si­dent der katho­li­schen Frie­dens­or­ga­ni­sa­ti­on Pax Chris­ti, seit kur­zem auch Son­der­be­auf­trag­ter gegen Ras­sis­mus für die OSZE – sicher kein Reak­tio­när wie Thiel.

Peter Thiel kennt er seit mitt­ler­wei­le 30 Jah­ren. Die bei­den haben sich seit 1996 immer wie­der getrof­fen: in Stan­ford, bei Tagun­gen, bei der Trau­er­fei­er für Girard, aber auch bei Abend­essen im klei­nen Kreis (2011, 2024 und 2025 bei Pala­ver zuhause).

Noch eine Ver­bin­dung gibt es. Sucht man via Goog­le „Imi­ta­tio“ und „Wolf­gang Pala­ver“, dann stößt man auch auf Sei­ten, die ihn als Mit­glied des Bei­rats von „Imi­ta­tio“ bezeich­nen. Gibt man den „Advi­so­ry Board“ als zusätz­li­chen Such­be­griff ein, dann taucht Wolf­gang Pala­ver als „Imi­ta­tio Repre­sen­ta­ti­ve Mem­ber“, also als Ver­tre­ter der Imi­ta­tio-Platt­form, auf. Wir haben Wolf­gang Pala­ver dazu schrift­lich befragt. Sei­ne Antwort:

Was Sie gefun­den haben, ist ein alter – inzwi­schen inak­ti­ver – Link. Die­ses Board hat sich 2019 das letz­te Mal getrof­fen. Ich war ab 2008/09 Mit­glied. Ich habe vor allem Tagun­gen zu „Mime­tic Theo­ry and World Reli­gi­ons“ und „Mime­tic Theo­ry and Islam“ geplant und organisiert.

Wolfgang Palaver als "Imitatio Platform Representative Member" (Screenshot Website Imitatio) Wolfgang Palaver was born in 1958 in Zell am Ziller (Austria). He is professor of Catholic social thought, chair of the Institute for Systematic Theology and the interdisciplinary research platform "World Order - Religion - Violence" at the University of Innsbruck (Austria). He served as president of the "Colloquium on Violence and Religion" from 2007 to 2011.
Wolf­gang Pala­ver als „Imi­ta­tio Plat­form Repre­sen­ta­ti­ve Mem­ber” (Screen­shot Web­site Imitatio)

Hono­rar oder Auf­wands­ent­schä­di­gung habe es nicht geben, so Pala­ver wei­ter. Noch eine Fra­ge haben wir an Pala­ver gestellt: „Sie wer­den auch als Ehren­mit­glied des fran­zö­si­schen Girard-Ver­ein „ARM” genannt, wobei im dies­be­züg­li­chen Bericht des Bul­le­tins von COV & R auch zu lesen ist, dass ARM haupt­säch­lich von Imi­ta­tio finan­ziert ist bzw. war. Stimmt die­ser Bericht?“

Dazu kam nur die­se aus­wei­chen­de Ant­wort: „Über die Finan­zie­rung von ARM kann ich Ihnen nichts sagen. Das Advi­so­ry Board war rein wis­sen­schaft­lich tätig, finan­zi­el­le Din­ge wur­den nicht bespro­chen.“

Palaver & Thiel

Wolf­gang Pala­ver ist ein pro­fun­der Ken­ner bzw. Inter­pret von Rene Girard. Er kennt auch Peter Thiel und des­sen kru­de Inter­pre­ta­ti­on von Girard sehr gut. Pala­ver will zwar nicht „Thie­lo­lo­ge“ sein, ist aber durch sei­ne Inter­pre­ta­ti­on von Thiel erst rich­tig bekannt gewor­den. Nach eige­nen Anga­ben woll­te er den „theo­lo­gi­schen Ideen“ des Peter Thiel samt Brü­cke zur Real­po­li­tik auch bei den Wie­ner Fest­wo­chen kontern.

"Wie tickt Peter Thiel?" Palaver als Thiel-Interpret (Screenshot Bluesky 29.11.25)
„Wie tickt Peter Thiel?” Pala­ver als Thiel-Inter­pret (Screen­shot Blues­ky 29.11.25)

Peter Thiel ist ein Ver­äch­ter der Demo­kra­tie, auch des Frau­en­wahl­rechts und sieht hin­ter dem Anti­christ Men­schen wie Gre­ta Thun­berg am Werk. Den Anti­christ will Thiel mit einem dik­ta­to­ri­schen Kat­echon auf­hal­ten, Pala­ver will gegen den Anti­christ in die Kir­che gehen. Dage­gen hat auch Thiel kei­ne Ein­wän­de – ganz im Gegenteil:

In einem Inter­view im Okto­ber an der Hoo­ver Insti­tu­ti­on wie­der­hol­te Thiel die­se Aus­sa­ge: „Girard sag­te immer, man müs­se ein­fach in die Kir­che gehen, und ich ver­su­che, in die Kir­che zu gehen.“ Im Früh­jahr, als der Pod­cas­ter Jor­dan Peter­son ein­mal ver­geb­lich ver­such­te, ihn zu unter­bre­chen, unter­brach ihn Thiel: „Girards Ant­wort wäre immer noch unge­fähr so: Man soll­te ein­fach in die Kir­che gehen.“
Es ist nicht nur die­se Aus­sa­ge. Obwohl Thiel Wolf­gang Pala­ver nie öffent­lich erwähnt hat, ist der Ein­fluss des öster­rei­chi­schen Theo­lo­gen wohl in fast allem spür­bar, was Thiel je über den Anti­chris­ten und den Kat­echon gesagt oder geschrie­ben hat. (Wired)

Was bei­de also auch noch gegen den „Anti­christ“ eint: In die Kir­che gehen.

Das ist aber mit Sicher­heit nicht die Ant­wort auf die kru­den und auto­ri­tä­ren poli­ti­schen Vor­stel­lun­gen eines Men­schen, der zu den wirt­schaft­lich Mäch­tigs­ten und aktu­ell poli­tisch äußerst Ein­fluss­rei­chen welt­weit zählt. Im „Stan­dard“ (31.5.26) wird er so beschrie­ben: „Der Tech-Mil­li­ar­där gilt als eine der dubio­ses­ten und umstrit­tens­ten Erschei­nun­gen im Gru­sel­ka­bi­nett der glo­ba­len Macht­eli­te.“

Über „Imi­ta­tio“ und Pala­ver als Inter­pret konn­te sich Thiel theo­lo­gisch inter­es­sant machen, aber sei­ne Inter­es­sen spie­len in einem ande­ren Bereich, sei­ne Macht in einer ande­ren Liga als im Ball­saal des Hotel Inter­con­ti­nen­tal, den die „Wie­ner Fest­wo­chen“ für das Spek­ta­kel ange­mie­tet hätten.

P.S.: Wir haben uns ganz bewusst dafür ent­schie­den, weder die theo­lo­gisch ver­bräm­ten poli­tisch reak­tio­nä­ren Ansich­ten des Peter Thiel noch die Ideen von Rene Girard aus­führ­li­cher dar­zu­stel­len oder zu interpretieren.

Weiterführend:

➡️ deutschlandfunk.de (2025): Die Peter-Thiel-Sto­ry (Pod­cast in 6 Folgen)
➡️ pro-medi­en­ma­ga­zin (1.8.25): Der Anti­christ, der ame­ri­ka­ni­sche König und Peter Thiel
➡️ stephendiehl.com (1.2.23): Decon­s­truc­ting the World­view of Peter Thiel
Diehl gegen Thiel. Die wohl inten­sivs­te, nicht theo­lo­gisch ver­bräm­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Peter Thiel lie­fert der Bri­te Ste­phen Diehl.

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