Podcast-Tipp: Fühf Jahre OEZ – München

Am fün­ften Jahrestag des Atten­tats von Oslo und Utøya erschoss ein 18-Jähriger in München neun Men­schen – acht Jugendliche und eine 45-jährige Frau. Es war beim Einkauf­szen­trum OEZ an der Hanauer Straße – aus­gerech­net Hanau, ein weit­er­er Ort, der sich mit dem Atten­tat im Febu­rar 2020 ins kollek­tive Gedächt­s­nis einge­bran­nt hat. Die Morde in Nor­we­gen waren eine Blau­pause und Ref­erenz für viele nach­fol­gende Atten­tate. Jenes von 2016 in München wurde lange nicht so gese­hen. Die Süd­deutsche hat dazu einen sech­steili­gen Pod­cast pro­duziert – Prädikat: hörenswert!

Der Pod­cast han­delt vom Ver­sagen der deutschen Behör­den im Umgang mit den Opfern und deren Ange­höri­gen und mit der Einord­nung: Mehr als drei Jahre hat es gedauert, bis anerkan­nt wurde, dass es sich um einen Ter­ro­rakt und keinen indi­vidu­ell motivierten Amok­lauf mit zufäl­li­gen Opfern gehan­delt hat, son­dern dass der Täter aus ras­sis­tis­chen Motiv­en gehan­delt hat.

Am Abend des 22. Juli 2016 tötet ein Recht­ster­ror­ist am und im OEZ, dem Olympia-Einkauf­szen­trum in München, neun Men­schen. Es ist ein­er der schlimm­sten Anschläge in der Geschichte Deutsch­lands. Aber wenn über recht­en Ter­ror im Land gesprochen wird, dann fehlt München oft in den Aufzäh­lun­gen. Viele denken bei München noch immer an einen Amok­lauf — weil die Behör­den die Tat früh so eingestuft hat­ten. Wieso wurde diese Fehlein­schätzung getrof­fen? Und was für Kon­se­quen­zen hat es, wenn rechter Ter­ror nicht als solch­er benan­nt wird? Darum geht es in diesem Spo­ti­fy Orig­i­nal Pod­cast, pro­duziert von der Süd­deutschen Zeitung. (sueddeutsche.de)

Ter­ror am OEZ — Fünf Jahre nach dem Anschlag in München (Süd­deutsche 2021)

➡️ https://open.spotify.com/show/2McX5GBmZ6TKIqOZT41ahB

Podcast 5 Jahre OEZ (Spotyfy/Süddeutsche)

Pod­cast 5 Jahre OEZ (Spotyfy/Süddeutsche)

Die Opfer von München:

Guil­iano Koll­mann (19), Armela Segashi (14), Sabi­na Sulaj (14), Can Ley­la (14), Rober­to Rafael (15), Selçuk Kılıç (15), Hüseyin Dayıcık (17), Dija­mant Zabërg­ja (20) und Sev­da Dağ (45)