Feldkirch: Reichsheini im dritten Anlauf verurteilt

Zum ersten Ver­hand­lung­ster­min war er gar nicht erscheinen, beim zweit­en ran­dalierten seine Fans von OPPT so, dass die Ver­hand­lung gar nicht begonnen wer­den kon­nte, beim drit­ten Ter­min am 27. April klappte es. Dies­mal kon­trol­lierte Polizei die BesucherIn­nen, der Angeklagte (42) wurde aus der U‑Haft vorge­führt, im Ver­hand­lungssaal blieb es ruhig und so kon­nte auch die Anklage wegen schw­eren Betrugs abge­han­delt werden.

Die Anklage selb­st ist ver­gle­ich­sweise sim­pel. Bei ein­er Sparkasse hat­te der Mann einen Kred­it laufen, den er seit einiger Zeit nicht mehr bedi­enen wollte oder kon­nte. Üblicher­weise gibt es für solche Sit­u­a­tio­nen irgendwelche Lösun­gen. In diesem Fall aber rück­te der Angeklagte bei sein­er Sparkasse mit ein­er selb­st fab­rizierten „promis­so­ry note“, also einem Schuld­schein der Öster­re­ichis­chen Nation­al­bank, an. Die sollte dem­nach 9.000 Euro auf das Kon­to des Angeklagten über­weisen. Die damit befassten Angestell­ten der Sparkasse legten das Papi­er ihrer Rechtsabteilung vor und die der Nation­al­bank selb­st. Das war nach Ansicht des Gerichts schw­er­er Betrug, denn nur wenn der Ver­such so plump gewe­sen wäre, dass man ihn sofort erken­nen hätte müssen, wäre es kein Betrug gewesen.

Das Urteil beläuft sich auf fünf Monate bed­ingt, 2.400 Euro Geld­strafe unbe­d­ingt sowie die Bezahlung der durch den Angeklagten verur­sacht­en Prozesskosten und Verta­gun­gen. Es ist noch nicht rechtskräftig.

Verfahren vor dem Landesgericht Feldkirch - Bildquelle: Wikimedia, frei unter CC 3.0

Ver­fahren vor dem Lan­des­gericht Feld­kirch — Bildquelle: Wiki­me­dia, frei unter CC 3.0