Franz von der FPÖ Imst und Hitlers Geburtstag

Am Samstag, 22. April, stellte der Blog „DieTiwag“ das Posting mit den Glückwünschen des Imster FPÖ-Funktionärs Franz Schardinger zum Geburtstag Adolf Hitlers online. Noch am gleichen Tag schloss die Tiroler FPÖ ihren Funktionär aus der Partei aus. Das war – zugegeben, aber ausnahmsweise – eine prompte Reaktion der Parteispitze. Warum aber gibt es diese auffällige Häufung von braunen Ausrutschern in dieser Partei?

Franz Schardinger, Mitglied der Imster Bezirksparteileitung der FPÖ, hat dafür seine eigene, sehr FPÖ-typische Erklärung, die er auf Facebook als „Klarstellung“ zum Besten gibt:

„Natürlich war es nicht klug, aber wäre ich kein FPÖ Mitglied gewesen, würde es niemanden interessieren da solche Fotos zu 1000en im sozialen Netzwerk zu finden sind. Natürlich ist es für den politischen Gegner ein gefundenes fressen hier die berühmte NAZIKEULE auszupacken“ (Fehler im Original).

Der FPÖ-Funktionär, das Opfer! Bisher ist er ja eher durch ziemlich dumpfe und derbe sexistische Sprüche aufgefallen. In seiner „Klarstellung“ rudert er herum: „Ich bin u war nie wie bei der Überschrift von der Tiwag Seite geschrieben, mit einem Adolf Hitler auf FB befreundet“. Das wäre auch insofern schwierig, als Adolf Hitler ja kein Konto auf Facebook betreiben kann. Der Blog von Markus Wilhelm hat allerdings detailliert dokumentiert, was der Imster FPÖ-Funktionär da von sich gibt. Zunächst lässt er sich darüber aus, dass man sich auch in 100 Jahren an keinen Geburtstag eines Politikers erinnern werde – außer an den des „einen“: „Und auch in 100 Jahren wird keiner wissen welcher Politiker wann Geburtstag hatte außer einen (sic!) – Zwinker-Smiley“. Die Poster zu diesem Kommentar vom 20. April wissen, wer gemeint ist: „Ich sag nur alles Gute!“, Jürgen S.; Michael H. „Mein uropa mit schnauz und Scheitel“.

Die Folter- und Hinrichtungsphantasien von Franz Schardinger...

Die Folter- und Hinrichtungsphantasien von Franz Schardinger…

Und dann postet Franz Schardinger selbst zu seinem Kommentar unter „Geburtstage von Freunden“ das Foto von Hitler. Das macht die „Klarstellung“ zur Makulatur. Dann kommt da noch der Kommentar vom 19.11.2015 dazu, in dem sich der FPÖ-Funktionär seine privaten Strafphantasien für die Vergewaltigung eines sechsjährigen Mädchens öffentlich ausmalt. Dieser Kommentar ist so grauenhaft, dass man sich nur mehr wundern kann, warum er nicht damals schon ausgeschlossen worden ist.

Apropos Aussschluss! Den passenden Kommentar dazu liefert Anneliese K.: „Franz wir akzeptieren und lieben dich FPÖ Imst, einfach blöd glaaaafen 💙 💙 💙, glauben deiner Richtigstellung Gruß“.