Straßwalchen: Seltsame Logik

Eine Schmier­erei mit Hak­enkreuz und „88“ ist eine ziem­lich ein­deutige Angele­gen­heit, oder? Stammt sie von Jugendlichen, kann die Sank­tion dur­chaus mild aus­fall­en, aber ein Hak­enkreuz und die „88“ bleiben Nazi-Schmier­ereien und begrün­den einen Ver­dacht auf Wieder­betä­ti­gung. In Salzburg wird das anscheinend anders gese­hen. Eine kurze Mel­dung in den „Salzburg­er Nachricht­en“ (15.4.2017) begrün­det jeden­falls diesen Verdacht.

Die zweifelhafte Meldung in den Salzburger Nachrichten: Wiederbetätigung oder aber nur das Werk von Schülern...

Die zweifel­hafte Mel­dung in den Salzburg­er Nachricht­en: Wieder­betä­ti­gung oder aber nur das Werk von Schülern…

Auf das Schul­ge­bäude und die Fas­sade der Sportan­lage in Straßwalchen wur­den Hak­enkreuze und die „88“ geschmiert. Von unbekan­nten Tätern. Die „SN“ (15.4.2017) schreibt dazu: „Ob es sich dabei um recht­sradikales Gedankengut han­delt oder das Werk von Schülern wird noch unter­sucht“. Sor­ry, aber das geht gar nicht! Ob das Delikt „recht­sradikales Gedankengut“ enthält, muss bei Hak­enkreuz und „88“ klar sein – egal, ob für diese merk­würdi­ge For­mulierung der Ver­fas­sungss­chutz oder die „SN“-Redaktion ver­ant­wortlich ist! Die Alter­na­tive, dass das „Werk“ (!) von Schülern verur­sacht wurde und daher nicht recht­sradikal ist, gibt es schon gar nicht.