Reichsheinis (II): Besetzung des Landesgerichts Graz?

Wie der „Kuri­er“ (18.4.2017) berichtet, hat die umtriebige Moni­ka Unger, selb­ster­nan­nte Präsi­dentin des „Staaten­bun­des“ angekündigt, am 21. April in Räum­lichkeit­en des Lan­des­gerichts für Straf­sachen Graz einen Prozess abhal­ten zu wollen – und tat­säch­lich find­et sich eine entsprechende Mit­teilung, in der auch eine „verpflich­t­ente (sic!) Vor­ladung – Vor­führung mit Mil­itär­polizei“ angekündigt wird.

Wer da als Beschuldigter zur Hauptver­hand­lung vorge­laden wer­den soll, geht aus dem Schreiben, in dem dezent der Name geschwärzt wurde, eben­so wenig her­vor wie eine genaue Beze­ich­nung des Delik­ts, das die „Präsi­dentin“ Unger, die auch als „Präsi­dentin des Völk­er­recht-Gericht­es“ fungiert, den anony­men Angeklagten vor­wirft. Nur so unge­fähr: „schw­eres Men­schen­rechts- und Völk­er­rechtsver­brechen, Treuhand­be­trug, Plün­derung uvm.“.

Gerichtsvorladung des (fiktiven) Staatenbundes aus Bad Blumau ins Landesgericht Graz - wer da geladen wird ist noch unklar...

Das Lan­des­gericht Graz hat für den 21. April ver­stärk­te Ein­lasskon­trollen angekündigt, um eine Beset­zung des Großen Schwurg­erichtssaales zu ver­hin­dern aber voraus­sichtlich wird es nicht so weit kom­men, denn der Gen­er­al­stab­schef des Öster­re­ichis­chen Bun­desheeres, den die Mehrfach­präsi­dentin um Unter­stützung angeschrieben hat, wird wohl den Befehl ver­weigern und die Mil­itär­polizei nicht zur Unter­stützung des skur­rilen Völk­er­rechts-Gericht­es aus­rück­en lassen.

Schon 2015 kündigte man die Beschlagnahmung von Gerichtssälen an...

Schon im Jän­ner 2015 hat­ten die Reichshei­nis vom ICCJV angekündigt, in jedem Lan­des­gericht Öster­re­ichs 2–3 Räume „voll möbliert in Stan­dar­d­aus­führung ohne jegliche Kosten“ für sich beanspruchen zu wollen. Es blieb zwar bei der bloßen Ankündi­gung, aber in den let­zten bei­den Jahren kam es bei Amt­shand­lun­gen, aber auch Gerichtsver­hand­lun­gen immer wieder zu teil­weise mas­siv­en Kon­flik­ten mit AktivistIn­nen der diversen reich­side­ol­o­gis­chen Grup­pierun­gen. In Feld­kirch bracht­en im März dieses Jahres rabi­ate Reichshei­nis einen Straf­prozess gegen eines ihrer Mit­glieder sog­ar zum Platzen – die Ver­hand­lung wurde abge­sagt. Zum ersten Ver­hand­lung­ster­min im Feb­ru­ar war der wegen ver­sucht­en schw­eren Betrugs angeklagte OPPT-Anhänger gar nicht erschienen.