Duzdar gegen Strache: 12.000 Euro für Frauenhäuser!

Eine wird die Zahlung von 12.000 Euro an die öster­re­ichis­chen Frauen­häuser, die FPÖ-Chef Stra­che nach einem Ver­gle­ich mit Staatssekretärin Muna Duz­dar (SPÖ) leis­ten muss, wohl beson­ders schmerzen: die FPÖ- Gemein­derätin Brigitte Kashofer aus Amstet­ten und mit ihr die gesamte FPÖ-Riege dort, die seit Jahren einen hefti­gen Kampf gegen Frauen­häuser im all­ge­meinen und das in Amstet­ten im beson­deren kämpfen.

Muna Duzdar erklärt ihr Übereinkommen - und erhält dafür viel Zustimmung.

Muna Duz­dar erk­lärt ihr Übereinkom­men — und erhält dafür viel Zustimmung.

Stra­che muss die Zahlung leis­ten, weil er zunächst Duz­dar nach ihrer Bestel­lung in der ORF-Sendung „Run­der Tisch“ am 18.5.2016 ohne jeden Beleg mit Anti­semitismus in Verbindung gebracht hat­te („Das ste­ht zumin­d­est im Raum“), um dann in der Sendung „Report Spezial“ vom 23.5. 16 nachzusetzen:

Natür­lich muss dann auch die Frau Staatssekretärin Muna Duz­dar insofern natür­lich kri­tisch bew­erten als sie Präsi­dentin der palästi­nen­sisch-öster­re­ichis­chen Gesellschaft auch ist und dur­chaus da oder dort sehr ein­seit­ige Posi­tio­nen im israelisch-ara­bis­chen Kon­flikt ver­tritt, die sehr kri­tisch zu hin­ter­fra­gen sind und natür­lich ist es auch inter­es­sant, wenn Sie gemein­same Auftritte mit der link­sex­tremen, anti­im­pe­ri­al­is­tis­chen Aktion in der Ver­gan­gen­heit gemacht haben, die dur­chaus Aktivis­ten sind, die dem linken Anti­semitismus zuzuord­nen sind“.

Duz­dar wies damals in laufend­er Sendung die Vor­würfe Stra­ches zurück und kündigte an, eine Klage zu prüfen. Die Klage auf Unter­las­sung der Behaup­tun­gen gewann Duz­dar durch alle Instanzen. Offen war noch der Wider­ruf, der jet­zt mit ein­er Zahlung von 12.000 Euro an die Frauen­häuser abge­golten wurde.

Duz­dar argu­men­tierte das auf Face­book so – und erhielt dafür große Zustimmung:

„Ich habe die Klage gegen Heinz-Chris­t­ian Stra­che auf­grund sein­er Unwahrheit­en über mich gewon­nen. Ein öffentlich­er Wider­ruf hätte zwar Genug­tu­ung gebracht, aber nie­man­dem konkret geholfen. Daher sind wir übereingekom­men, dass Heinz-Chris­t­ian Stra­che 12.000 Euro an den Vere­in Wiener Frauen­häuser zahlen muss. Mit dieser Zahlung kann Frauen geholfen wer­den, die von Gewalt bedro­ht sind bzw. denen Gewalt ange­tan wurde“.

In Amstet­ten polemisiert die FPÖ-Gemein­derätin Brigitte Kashofer schon seit Jahren gegen Frauen­häuser („Mit­tler­weile sind Frauen­häuser an der nach­halti­gen Zer­störung von Ehen und Part­ner­schaften maßge­blich beteiligt“) und lehnte mit ihrer Frak­tion immer wieder die Unter­stützung des örtlichen Frauen­haus­es durch die Gemeinde ab.