Salzburg: Wiederbetätigung wird auch auf WhatsApp bestraft

Am Salzburg­er Lan­des­gericht fand am Dien­stag, 20.12.2016, ein Wieder­betä­ti­gung­sprozess gegen einen 18-jähri­gen Pinz­gauer statt, der über What­sApp zwis­chen August und Novem­ber 2015 elf Bild­dateien mit NS-Bezug ver­bre­it­et hat. Weil über What­sApp nur befre­un­dete Per­so­n­en erre­icht wer­den, kommt es sel­tener zu Anzeigen. Bei dem Angeklagten dürften wohl die zynis­chen Sprüche unter den Bild­chen den Auss­chlag gegeben haben.

Verhandlung vor dem Landesgericht Salzburg - Bildquelle: Wikipedia/Andreas Praefcke, frei unter CC 3.0.

Ver­hand­lung vor dem Lan­des­gericht Salzburg — Bildquelle: Wikipedia/Andreas Prae­fcke, frei unter CC 3.0.

„Ein­fach ver­gasen“, „Umso größer der Jude, desto wärmer die Bude“ und „Als das Gas alle war, mussten wir sie mit Steinen kaputt schla­gen“ – so lauteten die Texte unter den Bild­chen, die der Lehrling aus dem Pinz­gau an seine Fre­unde ver­schickt hat­te. „Falsche Fre­unde“ seien das gewe­sen, so der Angeklagte. Denen habe es gefall­en, wenn er solche „Nachricht­en“ ver­schick­te. Er selb­st habe auch solche Bilder erhal­ten, auch welche auf Face­book gese­hen – und sich nichts gedacht dabei.
Dass ich den Nation­al­sozial­is­mus ver­her­rliche, das stimmt nicht“, zitiert ihn der ORF Salzburg. So wirk­lich gelang es ihm nicht, diese Posi­tion durchzuhal­ten. Die Geschwore­nen befan­den ihn in neun Fra­gen für schuldig. Die Strafe, die mit vier Monat­en Haft bed­ingt auf zwei Jahre, fest­ge­set­zt wurde, ist bere­its rechtskräfitg.