Ried im Innkreis (OÖ): Wotan weiter in Wiederbetätigung

Zugegeben, wir haben den Vor­na­men ger­ingfügig verän­dert. Aber es ist tat­säch­lich so: Wotan B., der schon wegen Wieder­betä­ti­gung in Haft sitzt, hat sich auch in der Haft in Wieder­betä­ti­gung ver­sucht. Wotan war schon bei den Neon­azis vom Objekt 21 die Ulknudel. Jet­zt hat er während sein­er Haft wieder ver­sucht, sich wiederzu­betäti­gen. Der Ver­such führte zu ein­er neuen Anklage und zu ein­er weit­eren Haftstrafe.

Im Juli 2015 war Wotan B. zu drei Jahren Haft, davon eines unbe­d­ingt, verurteilt wor­den: wegen Wieder­betä­ti­gung, Mit­glied­schaft in ein­er krim­inellen Vere­ini­gung und (uner­laubtem) Waf­fenbe­sitz. Als Wotan B. (25) im Dezem­ber 2015 seine Haft antreten musste, wollte er dies mit Klei­dung mit der Auf­schrift „88 — Überzeu­gungstäter“ und „White Resis­tance“ machen. Die Jus­tizwache spielte nicht mit, nahm ihm die Klei­dung ab und zeigte ihn an.

Das Ergeb­nis kon­nte sich Wotan am Mittwoch am Lan­des­gericht Ried abholen. Wie die „Oberöster­re­ichis­chen Nachricht­en“ online bericht­en, wurde Wotan zu weit­eren 15 Monat­en unbe­d­ingt wegen Wieder­betä­ti­gung verurteilt. Da kann Wotan noch froh sein. Wäre die Jus­tiz so lustig wie Wotan, hät­ten es ja auch 88 Monate wer­den kön­nen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.