Salzburg: 18 Monate für NS- Wiederbetätigung

Vor einem Geschwore­nen­gericht in Salzburg musste sich am Don­ner­stag, 11.8.2016, ein 38-Jähriger aus dem Flach­gau wegen NS-Wieder­betä­ti­gung ver­ant­worten. Er war dem Ver­fas­sungss­chutz aufge­fall­en, weil er seit Som­mer 2013 auf Face­book immer wieder ein­schlägige Fotomon­ta­gen mit zynis­chen Sprüchen gepostet hat. Bei ein­er von der Staat­san­waltschaft ange­ord­neten Haus­durch­suchung waren auch ein­schlägige Klei­dungsstücke gefun­den worden.

Rund 20 NS-Fotos bzw. Fotomon­ta­gen hat der Angeklagte auf Face­book inner­halb von zwei Jahren gepostet. „Diese waren über­wiegend mit äußerst zynis­chen und men­schen­ver­ach­t­en­den Sprüchen verse­hen, viele mit Anspielun­gen auf das Ver­gasen von Men­schen“, schreibt die APA in ihrem Prozess­bericht. Bei der Haus­durch­suchung wurde eine Jacke mit einer„88“ und ein T‑Shirt mit dem Schriftzug „Sturm 18“ gefunden.

Seinem Man­dan­ten sei es vor allem um Grup­pen­zuge­hörigkeit und Anschluss nach ein­er Über­sied­lung nach Salzburg gegan­gen, so sei er an die falschen Leute ger­at­en, argu­men­tierte der Vertei­di­ger. Da hät­ten wir gerne mehr erfahren, aber durch die Ver­ant­wor­tung des Angeklagten, der sich voll geständig zeigte und vor den Geschwore­nen entschuldigte, war die Sache klar für ein Urteil. Schuldig im Sinne der Anklage, das bedeutete 18 Monate teilbe­d­ingt, 3 davon unbe­d­ingt. Das Urteil ist bere­its rechtskräftig.