Kinderpornos und Drogen: Blauer Polizist vor Entlassung und Anklage

Wie die Tiroler Tageszeitung (TT) berichtet, ist die Anklage gegen den Polizei-Hundeführer und freiheitlichen Personalvertreter Robert B. fix. Am 3. Oktober wird gegen ihn verhandelt – wegen schweren Diebstahls, Amtsmissbrauchs, Suchgifthandels und pornografischer Darstellung Minderjähriger. Das ist eine ordentliche Latte für einen aus dem Zentrum der Tiroler FPÖ.

Derzeit können leider keine Fragen an Robert B. gestellt werden“, heißt es auf der Webseite meinparlament.at. 2009 war er Kandidat auf der FPÖ-Liste für das Europäische Parlament, 2010 und 2015 war er Spitzenkandidat der FPÖ für die Gemeinderatswahl in seiner Heimatgemeinde – ohne Erfolg. Aber immerhin war er der Landesobmann der blauen Personalvertreterliste AUF. Jetzt steht der Polizist nicht nur vor Gericht, sondern auch vor der Entlassung. Auf einer Festplatte des Angeklagten fanden die Drogenfahnder kinderpornografisches Material, was „laut Beamtendienstgesetz (…) zwingend zur Entlassung des dazu Geständigen aus dem Polizeidienst“ zu führen hat, so die TT.

Der auf Drogen spezialisierte Diensthund leistete dem Angeklagten laut Anklage Dienste, die so eigentlich nicht vorgesehen waren: Er erschnüffelte brav und diensteifrig die Drogen, die sein Hundeführer dann an einen Ex-Polizisten und Chef einer Security-Firma zum Freundschaftspreis von 3.000 verklopfte.