Blauer Polizist auch wegen Kinderpornografie angeklagt

Langsam wird es eng. Nicht nur für den Polizisten und Obmann der blauen AUF in Tirol, sondern auch für die FPÖ- Spitzen selbst, die noch 2015 mit ihm zum Familienfest der Kitzbühler FPÖ antraten. Jetzt ist die Anklage gegen den Polizeihundeführer fertig und sie ist heftig: Diebstahl unter Ausnützung der Amtsstellung, Suchtgifthandel, Amtsmissbrauch und der Besitz von kinderpornografischen Inhalten.

Bei der blauen Personalvertretungsliste AUF hat man das Problem ziemlich elegant gelöst: ihr Landesvorsitzender ist einfach gelöscht worden – so wie das ganze Team. Die Tiroler FPÖ muss vermutlich für die nächste Zeit auf ihren Vorzeigepolizisten komplett verzichten und auch für eine Kandidatur für das Europäische Parlament wird er der Partei vermutlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Gut, die war schon 2009, und damals war Andreas Mölzer noch der Spitzenkandidat der FPÖ – und den gibt’s ja auch nicht mehr auf der politischen Bühne. Aber eine Erklärung der Parteispitze zu der Anklage ihrer Spitzenkraft wäre wohl angebracht, schließlich hat sich Parteichef Abwerzger im März noch höchstpersönlich dafür ausgesprochen, dass sich all jene entschuldigen, die die Gattin des Polizisten, gegen die kurzzeitig ebenfalls ermittelt wurde, verdächtigt hätten.

Den Polizeihundeführern werden der Angeklagte und sein Hund vermutlich nicht so richtig fehlen. Bei den Suchtgift-Aufgriffen schwächelte das Team nämlich ordentlich, was am Riechorgan des Hundes liegen könnte oder einfach auch daran, dass in der Wohnung des Polizisten so viel Rausch- und Suchtgift gebunkert war, dass die Nase des armen Hundes völlig irritiert war.