Der Mindestsicherungsbescheid – Fakten statt Hetze

Herr N.M. wohnt und arbeit­et als Selb­st­ständi­ger seit über 30 Jahren in Wien. Er ist öster­re­ichis­ch­er Staats­bürg­er. Weil er eine schwere Leber­erkrankung hat, wird ihm die Leber trans­plantiert und er erhält eine – wie üblich – befris­tete Inva­lid­ität­spen­sion („I‑Pension”). Dann passiert das, was viele andere auch ken­nen: die kranken Men­schen wer­den im Kreis herumgeschickt.

Die I‑Pension wird nicht ver­längert, weil der begutach­t­ende Arzt der Mei­n­ung ist, Herr N.M. sei arbeits­fähig. Das AMS und dessen begutach­t­en­der Arzt hal­ten Her­rn N.M. aber für nicht arbeits­fähig. Jet­zt muss daher neuer­lich die I‑Pension beantragt wer­den. In der Zwis­chen­zeit erhält Herr M. und seine Fam­i­lie (Frau, 4 Kinder ) Mindestsicherung.


Geschwärzt , aber falsch: der Beitrag auf „erstaunlich“
-

Der Bescheid über die Min­dest­sicherung lan­det aber nicht bei Fam­i­lie M., son­dern bei irgend­je­man­dem, der sich­er keine Berech­ti­gung hat­te, den Brief zu öff­nen. Damit wer­den sich wohl die Ermit­tlungs­be­hör­den befassen müssen, denn der Vor­fall wurde von der Fam­i­lie angezeigt.

Nicht genug damit, wurde der Bescheid auch einges­can­nt, auf das FB-Pro­fil von „Hardy“ (Fake-Name) am 24.6. hochge­laden und bin­nen kürzester Zeit etliche Hun­dert Male von anderen Per­so­n­en und Seit­en geteilt. Ohne Schwärzung der Per­son­a­lia, zumeist mit dem falschen Hin­weis darauf, dass es sich um Flüchtlinge han­dle. Diese Veröf­fentlichun­gen kön­nen ver­mut­lich nur mit zivil­rechtlichen Kla­gen erfol­gre­ich bekämpft wer­den – eine teure Angele­gen­heit jeden­falls für die Veröffentlicher!

Denen ist eigentlich nur zu rat­en, den Bescheid sofort zu löschen.

Mit­tler­weile sind auch Ver­sio­nen des Beschei­ds im Umlauf, bei denen die Per­son­a­lia ganz oder unzure­ichend geschwärzt wur­den. Die Lüge bzw. die Het­ze bleibt die gle­iche wie bei den ungeschwärzten Ver­sio­nen (siehe Bild oben).

Es gibt auch schon erste Löschun­gen – öffentliche Entschuldigung aber gibt es noch keine einzige!

Siehe auch: Am Pranger von Hetzern