Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation | Rechtsextreme Medien

Lesezeit: 4 Minuten

Bakary J.: Das Lügengebäude von „unzensuriert“

Am 21. April dringen vier Personen in die Wohnung des polizeilichen Folteropfers Bakary J. in Wien ein, geben sich gegenüber einem anwesenden Freund von Bakary J. als Polizisten aus, fragen nach dem abwesenden Bakary J., durchwühlen die Wohnung und verschwinden dann. Bakary J. meldet den Vorfall sofort bei der Polizei, doch die unternimmt nichts. Am 18. Mai berichtet der ORF darüber, am 19. Mai weiß „unzensuriert“, dass das ORF- Lügengebäude zusammengebrochen sei.

20. Mai 2015

Das ORF-Magazin „Thema“ berichtet detailliert über die Abläufe am 21. April. Bakary J. sucht noch am gleichen Tag das Wachzimmer der Polizei am Enkplatz auf, schildert den Vorfall, doch die Polizei will nichts von einem Einsatz in seiner Wohnung wissen. Eine Anzeige wird nicht aufgenommen, Ermittlungen finden ebenfalls nicht statt.


Quelle

Erst als das Anwaltsbüro von Bakary J. am11. Mai bei der Polizei vorstellig wird, gibt es eine erste Reaktion der Polizei: Die Beschwerdestelle meldet sich und erklärt, dass mit 99-prozentiger Sicherheit keine Polizeibeamten in der Wohnung waren. Dann kommt es am 18. Mai abends zu dem Bericht bei „Thema“.

Schon kurz darauf erscheint auf dem Blog „ORF-Watch“ und wenige Stunden später auf „unzensuriert“ ein Bericht unter dem Titel „Einbruch bei Folteropfer Bakary J. – Märchenstunde im ORF“. Die „Märchenstunde“ findet sich nur bei „unzensuriert“, der Rest des Beitrags ist ident. Der Autor wirft dem „Thema“-Beitrag vor, „kräftig ans Märchenerzählen“ zu gehen und schafft es nicht einmal, den Bericht von „Thema“ korrekt wiederzugeben. So fabuliert er davon, dass ein Nachbar, „ebenfalls ein Schwarzer“, die Wohnung von Bakary J. für vier Männer aufgesperrt habe. Das klingt doch ganz anders als die Schilderung von „Thema“, wonach sich vier Männer gegenüber einem in der Wohnung anwesenden Freund als Polizisten ausgaben und – ohne einen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl herzuzeigen – die Wohnung zu durchwühlen begannen, nachdem sie nach Bakary J. gefragt hatten.

Für „unzensuriert“ (bzw. „ORF-Watch“) steht fest:

Schöne Räuberpistole – denn die Polizei weiß zum einen nichts von einem Einsatz Kriminalbeamter an besagter Adresse an diesem Datum. (…) Bleibt die Frage, warum sich „Thema“ eines Ereignisses annimmt, das ganz offensichtlich schlecht erfunden ist“. Und –als Bildunterschrift: „In der Thema-Sendung offenbarte sich kaum verhüllt die beinharte linkslinke Agitation mancher ORF-Mitarbeiter.


unzensuriert

Da war der rechtsrechte Autor etwas voreilig, denn mittlerweile steht fest: Es waren nicht angebliche, sondern echte Polizisten, die am 21. April mit 100-prozentiger Sicherheit in der Wohnung waren. Die Polizei hat mittlerweile nicht nur das Problem, ihre alte Version von der 99-prozentigen Sicherheit, dass es keine echten Polizisten waren, zu erklären bzw. an die Realität anzupassen, sondern auch den Rest ihrer Erzählung zu überdenken, wonach weder die Wohnung durchwühlt noch nach Bakary J. gefragt worden sei. Das allein macht schon einen veritablen Polizei-Skandal aus: Polizisten dringen in die Wohnung eines polizeilichen Folteropfers ein, die Polizei leugnet wochenlang den Vorfall und lässt sich die gegenteiligen Fakten wie Würmer aus der Nase ziehen.

Nachdem am 19. Mai nachmittags die Landespolizeidirektion Wien in einer Aussendung die Version von Bakary J. und des ORF bestätigt, wonach am 21. April vier Beamte der Fremdenpolizei in Zivil in der Wohnung „eine Amtshandlung“ durchgeführt haben, wird auf „unzensuriert“ ein neuer Beitrag online gestellt: „Bakary J.: ORF-Lügengebäude bricht in sich zusammen“ Wie bitte? Was „unzensuriert“ wenige Stunden zuvor geschrieben hat (siehe oben), stellt sich mittlerweile als unwahr heraus, aber „unzensuriert“ sieht beim ORF ein zusammenbrechendes Lügengebäude?


unzensuriert und der Vorwurf „zusammenbrechendes Lügengebäude“ …

Polizei Wien: Nichts ist geklärt!

In einer Presseaussendung hält die Wiener Polizei fest: „Vorfall in Wohnung des Jassey Bakary geklärt“

Demnach habe der Verdacht bestanden, dass sich in der Wohnung von Bakary J. Personen mit vermutlich gefälschten Dokumenten aufhalten würden. Ein schwerwiegender Verdacht, der weit über den Vorwurf eines illegalen Aufenthalts hinausgeht! Vier Beamte der Fremdenpolizei in Zivil „haben sich ordnungsgemäß ausgewiesen und eine Identitätsfeststellung bezüglich eines anwesenden Bekannten des JASSEY im Streifenbericht vermerkt“, heißt es in der Presseaussendung der Polizei.

Was jetzt? Waren vier (!) Beamte in der Wohnung, um die Identität eines (!) zufällig Anwesenden festzustellen? Oder waren sie in der Wohnung, um einen schwerwiegenden Verdacht (mehrere Personen mit gefälschten Dokumenten aufhältig) zu überprüfen? Wie haben sie den Verdacht überprüft? Da sollte es – wenn alles mit rechten Dingen zugegangen ist – ja eigentlich einen Akt geben, auch einen Bericht über die Amtshandlung, oder? Haben die vier Beamten nicht gewusst, in welcher Wohnung sie Nachschau halten oder eine Hausdurchsuchung machen? Warum weiß die Polizei erst nach mehreren Wochen, dass sie in der Wohnung war und wimmelt vorher alle Hinweise darauf ab?

Viele Fragen und bisher keine zufriedenstellende Antwort!

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation, Rechtsextreme Medien
Schlagwörter: Anzeige | Polizei | unzensuriert | Wien

Beitragsnavigation

« Salzburg: Grant auf den Staat?
Üble Nachrede von „Zur Zeit“ »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter