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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Wien: Ein bisschen Nationalsozialismus, mehr Hetze

Der Wiener (36), der sich am Montag vor dem Landesgericht Wien wegen Verhetzung zu verantworten hatte, machte es sich und dem Richter einfach. Im Tatzeitraum Mai und Juni 2014 sei er immer stark betrunken gewesen. Das ist offensichtlich schon eine ausreichende Erklärung, warum er gegen Türken und Muslime hetzte, den Ausländern das Ausnutzen des Sozialstaates vorwarf und sich auch „a bissl“ nationalsozialstische wiederbetätigte.

24. März 2015

Der Frühpensionist hatte auf Facebook über türkische Mitbürger und Moslems hergezogen. Moslems seien „keine Lebewesen“, sondern „Unkraut, das vernichtet gehört“, war da etwa zu lesen gewesen. Einen Eintrag beendete er mit „Sieg Heil“. Dazu befragt, meinte er nur, er habe „a bissl nationalsozialistisches Gedankengut“ verbreiten wollen: „Es tut mir leid.“

„Sie sind knapp am Verbotsgesetz vorbeigeschrammt“, meinte dazu etwas lapidar Richter Stefan Apostol. Er habe sich geärgert, sagt der Angeklagte, „weil da hat eine Türkin und so ein Moslem so etwas geschrieben“. Dass der Mann auch gegen „Ausländer“ schimpfte und ihnen das Ausnutzen des Sozialstaats unterstellte, fand der Richter bemerkenswert: „Das trifft auf Sie auch zu. Sie haben keine Arbeit, vier Kinder und sitzen z‘ Haus.“ (APA)

Die Strafe fiel mit der Verurteilung zu 1.200 Euro (300 Tagessätze zu je vier Euro, davon nur Hälfte unbedingt) sehr milde aus. Um die 600 Euro abzuliefern, wurde ihm eine Frist bis zum 15. Mai gesetzt. Das Urteil ist rechtskräftig.

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Schlagwörter: Hetze | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Verbotsgesetz | Verhetzung | Wien

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