Ex-NVP-Kassier und seine Freundin festgenommen

Der Ex-Kassier der recht­sex­tremen Nationalen Volkspartei (NVP) und dessen Lebens­ge­fährtin wurde in der ver­gan­genen Woche festgenom­men. Bei­den wer­den Ver­stöße gegen das NS-Ver­bots­ge­setz (nach § 3g) angelastet.

Über Ste­fan S. ist am Don­ner­stag die U‑Haft ver­hängt wor­den, wärend Gertrud K. wieder enthaftet wurde. K. wurde festgenom­men, weil sie eine Geld­forderung des Mag­is­trats Wels ver­weigert hat­te. Ihre absurde Begrün­dung: Da das Deutsche Reich nicht aufge­hört hat zu beste­hen, gelte noch immer der dama­lige Steuer­satz von 10% auf Waren und Dien­stleis­tun­gen. Zudem hät­ten die derzeit­i­gen Amt­sträger kein Recht, auf Deutschem Reichs­ge­bi­et irgen­dein­er Amt­stätigkeit nachzuge­hen. Die Regierung sei geset­zeswidrig durch die Allierten einge­set­zt und dürfe daher keine Forderun­gen stellen.

K. dro­hte BeamtIn­nen, Rich­terIn­nen, Staat­san­wältIn­nen und Poli­tik­erIn­nen, dass das Volks­gericht sie mit dem Tod bestrafe, wenn das Deutsche Reich seine Regierungstätigkeit wiederaufnehme.

(Quelle: Kuri­er, 18. April 2014)