Krim: Eine bunte Beobachter-Truppe

Immer mehr Details wer­den bekan­nt über die bunte Beobachtertruppe, die zum Ref­er­en­dum auf der Krim ein­ge­laden war. Ewald Stadler von den REKOS weiß zwar, vom wem er ein­ge­laden, nicht aber, von wem Reise und Aufen­thalt bezahlt wurde. Nach Angaben von „Rus­sia Today“ waren ins­ge­samt 135 Beobachter aus 23 Län­dern eingeladen.

Ob die anderen ein­ge­lade­nen Wahlbeobachter gewusst haben, wer für ihre Reise- und Aufen­thalt­skosten aufkommt? Oder spielt das Geld keine Rolle? Weil ohne­hin alle Ein­ge­lade­nen völ­lig unab­hängig und unbestech­lich sind?


Pavel Chernev
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Klar scheint mit­tler­weile, dass nicht nur das Eurasian Obser­va­to­ry for Democ­ra­cy and Elec­tions (EODE) als Ein­lad­er aufge­treten ist, son­dern in Deutsch­land etwa auch ein „Europäis­ches Zen­trum für geopoli­tis­che Analyse“, ein Vere­in, der eng mit Poli­tik­ern der „Linken“ ver­bun­den ist. Vier Poli­tik­er der „Linken“ reis­ten auf Ein­ladung dieses Vere­ins auf die Krim, während der Burschen­schafter Manuel Ochsen­re­it­er ver­mut­lich über EODE ein­ge­laden wurde.


Enrique Rav­el­lo, Besuch bei der BNP im Som­mer-2012, Screen­shot Youtube-Video
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Von wem die anderen „Beobachter“ ein­ge­laden waren, wer die Reise- und Aufen­thalt­skosten tat­säch­lich bezahlt hat, das bleibt ver­mut­lich nicht nur für Ewald Stadler offen. Dafür lässt sich ziem­lich klar sagen, wer als Wahlbeobachter neben Gude­nus, Hüb­n­er und Stadler noch unter­wegs war: neben Vertretern von eini­gen stal­in­is­tis­chen Parteien wie etwa Oleg Denisenko von der Kom­mu­nis­tis­chen Partei Rus­s­lands bzw. Char­alam­pos Angourakis (KKE Griechen­land) waren es auss­chließlich solche von recht­en bzw. vorzugsweise recht­sex­tremen Parteien, die einen geord­neten Ablauf des Ref­er­en­dums auf der Krim kon­sta­tierten: Bela Kovacs, EU-Abge­ord­neter von Job­bik (Ungarn), Pavel Chernev und Kiri Kolev von Ata­ka (Bul­gar­ien), ein Funk­tionär des Front Nation­al, mehrere Vertreter des Vlaams Belang (Bel­gien) und aus Spanien Enrique Rav­el­lo, ein Neo­faschist, der zulet­zt 2010 auch den Burschen­schafter­ball in Wien vis­i­tiert hat.