Ein „Unsterblicher“ wegen Wiederbetätigung vor Gericht

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Unge­fähr 5.000 Fans der Aus­tria Wien waren am 26. Mai 2013 beim Spiel im Salz­bur­ger Sta­di­on gegen Red Bull Salz­burg dabei und muss­ten eine her­be Nie­der­la­ge (0:3) des frisch­ge­ba­cke­nen Meis­ters der Bun­des­li­ga mit­er­le­ben. Eini­ge aus der ein­schlä­gi­gen Fan­grup­pe „Unsterb­lich Wien“ war­te­ten nicht auf die drit­te Halb­zeit, son­dern wur­den schon vor dem Match auf­fäl­lig, einer davon mit Hit­ler-Gruß. Im Jän­ner wird gegen ihn wegen NS- Wie­der­be­tä­ti­gung verhandelt.

Aus­tria Wien hat den „Unsterb­lich Wien“-Hooligans den Sta­tus als Fan­klub im Jän­ner 2013 ent­zo­gen – nach einer Rei­he von anti­se­mi­ti­schen und neo­na­zis­ti­schen Vor­fäl­len. Rund zwan­zig Haus­ver­bo­te wur­den damals ver­hängt, auch Sta­di­on­ver­bo­te „für nament­lich bekann­te Per­so­nen“ beantragt.

Das hin­der­te die Grup­pe nicht dar­an, auch zum Match gegen Red Bull Salz­burg anzu­rei­sen. Die Hoo­li­gans von „Unsterb­lich Wien“ mar­schier­ten zunächst zu Fuß vom Salz­bur­ger Haupt­bahn­hof in Rich­tung Innen­stadt und wur­den ab Mira­bell­platz von der Poli­zei eskor­tiert. Am Hanusch­platz wech­sel­te die Grup­pe in einen O‑Bus: “Mit­ten im Bus stand dann ein 24-jäh­ri­ger Mann auf, erhob sei­ne Hand zum Hit­ler-Gruß und gab laut­stark ein­schlä­gi­ge Paro­len von sich“, schreibt die „Kro­ne“ (28.12.2013).

Die Neo­na­zi-Akti­on schaff­te es damals im Mai nicht in die Medi­en. Die „Salz­bur­ger Volks­zei­tung“ (28.5.13) berich­te­te nur kurz über eine ande­re Akti­on nach dem Match: eine 15-köp­fi­ge­Grup­pe von Aus­tria-Fans pöbel­te bei einem Lokal im Stadt­teil Mülln zwei Gäs­te an, dabei wur­de einer davon leicht ver­letzt. Die Poli­zei hielt in der Fol­ge einen Rei­se­bus von Aus­tria – Fans an – ohne Ergeb­nis. Die „Unsterb­lich Wien“-Truppe war aber offen­sicht­lich mit dem Zug angereist….

Anfang Jän­ner 2014 muss sich der ins­ge­samt sechs Mal vor­be­straf­te „Unsterb­lich“- Wie­der­be­tä­ti­ger jeden­falls vor einem Salz­bur­ger Geschwo­re­nen­ge­richt verantworten.