Linz: Noch ein unauffälliger FPÖ –Funktionär

Mario M. ist eifriger Facebook-Poster. Wie der „Kurier“ (OÖ-Ausgabe) berichtet, zeigte Mario M. der auch Mitglied der FPÖ-Ortsparteileitung Linz West ist, 2011 heftige Sympathien für die Neonazi-Band Zillertaler Türkenjäger. Alles Schnee von gestern?

Der „Kurier“ konfrontierte den Linzer Stadtrat Detlef Wimmer, der auch FPÖ-Obmann der Ortsgruppe Linz-West ist, mit dem Vorwurf, dass Mario M. auf seiner Facebook-Seite ein Video des Liedes „Arisches Kind“ der Zillertaler Türkenjäger geteilt hatte. Eine Textzeile aus der braunen Soße: “Gut ist immer nur ein Mensch mit reinem Blut“.

Detlef Wimmer reagierte empört: “Die von M. veröffentlichten Inhalte sind absolut indiskutabel“, erklärte er dem Kurier und fügte hinzu, dass er Mario M. daraufhin zur Rede gestellt habe:

„M. hat sofort zugegeben, dass die Einträge alle von ihm stammen. Er hat aber auch gesagt, dass das eine große Dummheit gewesen ist, die er jetzt bereut“. M. habe seine Einträge wieder gelöscht und sei in den vergangenen eineinhalb Jahren durch nichts mehr aufgefallen.

Woran es liegt, dass Mario M. in der FPÖ Linz-West nicht mehr aufgefallen ist, bedürfte einer weiteren Erörterung…. Uns ist jedenfalls aufgefallen, dass es nach wie vor Einträge zu den Zillertaler Türkenjägern und auch zu den Lustigen Zillertalern, ihrem Nachfolgeprojekt, auf Marios Facebook-Pinnwand gibt. Zum Glück funktionieren die Links zu YouTube nicht mehr. Das ist aber nicht Marios Verdienst.

Jetzt wollen wir nicht kleinlich sein – die Videos wurden am 16. August 2011 eingestellt. Das kann man schon vergessen haben. Aber dann sollte man nicht dem „Kurier“ Märchen erzählen!

Und noch etwas ist uns aufgefallen. Der seit eineinhalb Jahren angeblich unauffällige Mario M. hat eine „Standard“-Meldung „Immer mehr ungarische Juden übersiedeln nach Österreich“ am 18. Februar 2013 mit dem knappen Kommentar “oje…“ kommentiert.

In der FPÖ ist das möglicherweise so wenig auffällig wie das Hetzposting über Asylbetrug, das er diese Woche geteilt hat.

Bei solcher Unauffälligkeit kann man gespannt sein, wie die FPÖ Gremien darüber befinden werden, ob Mario M. aus der Partei auszuschließen ist.

kurier.at – Linzer FPÖ-Funktionär bewirbt auf Facebook-Pinnwand Neonazi-Musik