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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 2 Minuten

Linz: Noch ein unauffälliger FPÖ-Funktionär

Mario M. ist eif­ri­ger Face­book-Pos­ter. Wie der „Kurier“ (21.2.13) berich­tet, zeig­te Mario M. der auch Mit­glied der FPÖ-Orts­par­tei­lei­tung Linz West ist, 2011 hef­ti­ge Sym­pa­thien für die Neo­na­zi-Band Zil­ler­ta­ler Tür­ken­jä­ger. Alles Schnee von gestern?

22. Feb. 2013

Der „Kurier“ kon­fron­tier­te den Lin­zer Stadt­rat Det­lef Wim­mer, der auch FPÖ-Obmann der Orts­grup­pe Linz-West ist, mit dem Vor­wurf, dass Mario M. auf sei­ner Face­book-Sei­te ein Video des Lie­des „Ari­sches Kind“ der Zil­ler­ta­ler Tür­ken­jä­ger geteilt hat­te. Eine Text­zei­le aus der brau­nen Soße: „Gut ist immer nur ein Mensch mit rei­nem Blut„mDet­lef Wim­mer reagier­te empört: „Die von M. ver­öf­fent­lich­ten Inhal­te sind abso­lut indis­ku­ta­bel”, erklär­te er dem Kurier und füg­te hin­zu, dass er Mario M. dar­auf­hin zur Rede gestellt habe: „M. hat sofort zuge­ge­ben, dass die Ein­trä­ge alle von ihm stam­men. Er hat aber auch gesagt, dass das eine gro­ße Dumm­heit gewe­sen ist, die er jetzt bereut.” M. habe sei­ne Ein­trä­ge wie­der gelöscht und sei in den ver­gan­ge­nen ein­ein­halb Jah­ren durch nichts mehr aufgefallen.

Uns ist auf­ge­fal­len, dass nach wie vor Ein­trä­ge zu den Zil­ler­ta­ler Tür­ken­jä­gern und auch zu den Lus­ti­gen Zil­ler­ta­lern, ihrem Nach­fol­ge­pro­jekt, in Mario M.s Face­book-Chro­nik zu fin­den sind. Die Links zu You­Tube funk­tio­nie­ren nicht mehr. Das ist aber nicht Mario M.s Ver­dienst. Die Vide­os wur­den am 16. August 2011 ein­ge­stellt. Das kann man schon ver­ges­sen haben. Aber dann soll­te man nicht dem „Kurier“ Mär­chen erzählen!

Der seit ein­ein­halb Jah­ren angeb­lich unauf­fäl­li­ge Mario M. hat eine „Standard“-Meldung „Immer mehr unga­ri­sche Juden über­sie­deln nach Öster­reich“ am 18. Febru­ar 2013 knapp, aber ein­deu­tig mit „oje…” kommentiert.

In der FPÖ ist das mög­li­cher­wei­se so wenig auf­fäl­lig wie das Hetz­pos­ting über Asyl­be­trug, das er die­se Woche geteilt hat. Bei sol­cher Unauf­fäl­lig­keit kann man gespannt sein, wie die FPÖ Gre­mi­en dar­über befin­den wer­den, ob Mario M. aus der Par­tei aus­zu­schlie­ßen ist.

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Schlagwörter: Antisemitismus | FPÖ | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Verhetzung

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