Damit wären wir wieder beim leidigen freiheitlichen Thema der „Jugendsünden“. Michael G. (31) hat 2002 seine E‑Mail-Drohung gegen den damaligen Leiter des Dokumentationsarchivs (DÖW) Wolfgang Neugebauer abgeschickt und ist dafür 2004 zu 18 Monaten bedingter Haftstrafe verurteilt worden. In die FPÖ ist er 2008 eingetreten. Geläutert?
Der Bezirksgeschäftsführer der FPÖ Ried, Erhard Weinzinger, vertrat bis zuletzt diese Ansicht: „Das war eine Jugendsünde und lange vor dem Eintritt in die FPÖ. Er hat sich positiv entwickelt und ist jetzt ein rechtschaffener Mensch..“ (Kurier OÖ, 14.2.13)
Der Blog RFJ-Watch ist auch ins Grübeln gekommen und beschäftigt sich in seinem Beitrag „Von Jugendsünden und rechtschaffenen Menschen….“ mit den Bekanntschaften von Michael G., mittlerweile Ex-FPÖ-Funktionär. Nicht mit seinen Freunden auf Facebook, sondern auf Google Plus. Und da taucht doch tatsächlich ein Hardcore-Neonazi auf: Rainer Biller aus Nürnberg. Der wegen Verhetzung rechtskräftig verurteilte Neonazi war sogar der NPD zuviel: Sie schloss ihn aus, nachdem er auf Facebook ein widerliches Posting zu den NSU-Neonazis veröffentlicht hatte.
Biller, der nach seinem NPD-Ausschluss auch noch eine „Holocaust-Konferenz“ im Jahr 2012 mitorganisieren wollte, wird auch als „ehemalige Rotlicht-Größe“ und „ehemaliger Swingerclub-Besitzer“ bezeichnet.
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