Fröhlich hatte Besuch

Wolf­gang Fröh­lich (60), ehe­ma­liger Bezirk­srat der FPÖ in Wien und mehrfach verurteil­ter Holo­caust-Leugn­er, sitzt derzeit seine Haft­strafe in der Jus­ti­zanstalt Stein bei Krems ab. Dort hat er jüngst Besuch von Neon­azis erhal­ten, die dann ganz brav ihren Erleb­nisauf­satz für „Altermedia“-Deutschland niedergeschrieben haben.

Erkennbar beein­druckt begin­nt die Besuchertruppe ihren Besuchs­bericht mit Impres­sio­nen vom Win­ter: „Der Win­ter hat das Ost­märk­er­land noch fest im Griff. Allenortens liegt Schnee, die Haupt- und Bun­desstraßen sind frei, auf den abseits gele­ge­nen Wegen sieht es dage­gen nicht ganz so rutschfest aus“.

Kalt ist es also in der „Ost­mark“ – wenn das nicht schon eine gelun­gene Alle­gorie auf das Ver­bots­ge­setz ist, das den Wolf­gang Fröh­lich schon einige Jahre in der Strafanstalt fes­thält! Jet­zt aber ist Fröh­lich „guter Hoff­nung“, dass er im März 2013 über die Drit­tel­regelung vorzeit­ig aus der Haft ent­lassen wird. „Seine Führung ist, das bestre­it­et kein­er, vor­bildlich“, wollen die Besuch­er wis­sen. Da kön­nte der Ein­druck täuschen, selb­st wenn die fol­gende Beobach­tung stim­men sollte:

„Wolf­gang Fröh­lich ist und bleibt ein Einzelkämpfer, ein Überzeu­gungstäter,(….) ….. ein­er, der über das The­ma der zeit­genös­sis­chen Abhand­lung des Holo­caust so lustig erzählen kann, daß selb­st die Wärter nicht anders kön­nen als hier und da mal ob sein­er Aus­führun­gen zu schmunzeln.“


Neon­azi-Kri­tik am Neon­azi-Bericht von „Alter­me­dia“
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Auch wenn da Wärter bei Fröh­lichs“ lusti­gen“ Erzäh­lun­gen über den Holo­caust schmun­zeln und ihn – so wie die Neon­azi-Schreiber­linge – für einen „Pfundskerl“ hal­ten soll­ten, „der mit Humor und Witz diese teu­flis­che Knech­tung des deutschen Volkes auf die Hörn­er nimmt“, bleibt da ein kleines Prob­lem, das die Vor­freude dämpfen kön­nte. Fröh­lich stand zulet­zt im Juni 2012 vor Gericht, weil er zusam­men mit Willibald K., der als Haupt­täter zu weit­eren sieben Jahren verurteilt wurde, in der Haft anderen Häftlin­gen gegen Geld eine Haftzeitverkürzung ver­sprochen hat­te. Das Geld der Mithäftlinge wurde abkassiert, die Haftverkürzung blieb aus. Fröh­lich wurde zwar schuldig gesprochen, das Gericht sah aber von der Ver­hän­gung ein­er Zusatzs­trafe ab. Eine „vor­bildliche Führung“ sieht jeden­falls anders aus.

Siehe auch: „Vom Revi­sion­is­ten zum Betrüger“.

Und Blick nach Rechts: „Unge­broch­en­er Kampfeswille“.