Bregenz/ Feldkirch: Hitler-Gruß vor der Polizei

Am Mittwoch, 21.11., fand am Lan­des­gericht Feld­kirch nach den zwei Ver­het­zung­sprozessen vom Vortag auch noch ein Prozess nach dem NS-Ver­bots­ge­setz statt. Angeklagt war ein 17-jähriger Vorarl­berg­er, der zu ein­er bed­ingten Haft­strafe von sechs Monat­en und ein­er eben­falls bed­ingten Geld­strafe in der Höhe von 2.700 Euro verurteilt wurde.

Der junge Mann wurde am 1. April dieses Jahres von der Polizei auf den Posten mitgenom­men, nach­dem er in einem Lokal in Bre­genz ran­daliert hat­te. Dort hob er schließlich in der Arrestzelle die Hand zum ein­schlägi­gen Gruß, schrie dazu „Sieg Heil“ und beschimpfte die anwe­senden Polizisten.

Die Exeku­tive hielt in der Folge in sein­er Woh­nung Ein­schau, ob sich dort noch andere „ein­schlägige“ Mate­ri­alien befind­en. Gefun­den wur­den eine Fahne, auf der Wehrma­chtssol­dat­en abge­bildet waren sowie Aufk­le­ber und CD-Hüllen von Nazi-Musik.

Der Angeklagte „beteuerte, nicht mehr mit der recht­en Szene zu sym­pa­thisieren“ (APA) und war geständig. Neben der bed­ingten Geld- und Haft­strafe erhielt er die Auflage, sich ein­er Anti-Aggres­sion­s­ther­a­pie zu unterziehen und Bewährung­shil­fe. Das Urteil ist rechtskräftig.