We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Der weinende „Himmler“

Den weni­gen Medi­en, die den Pro­zess gegen H.M. in Eisen­stadt beob­ach­te­ten, ist über­ein­stim­mend sein häu­fi­ges Wei­nen auf­ge­fal­len. H.M., der sich auf Face­book den Nick­na­me „Hein­rich­der­ers­te Himm­ler“ zuge­legt hat­te, unter dem er wider­li­che, het­ze­ri­sche und dro­hen­de Pos­tings absetz­te, mit ande­ren Neo­na­zis kom­mu­ni­zier­te, ras­sis­ti­sche Witz­chen abson­der­te – er wein­te vor Gericht. Warum?

6. Mai 2012

H.M. ist 28 Jah­re alt, Vater von vier Kin­dern und lebt mit sei­ner Fami­lie im Bezirk Ober­wart. Sei­ne Neo­na­zi-Akti­vi­tä­ten rei­chen jeden­falls bis in den Mai 2010 zurück. Damals mel­de­te er sich unter sei­nem ech­ten Namen auf der Face­book-Sei­te der NPD: „Mei­ne Unter­stüt­zung habt ihr, Heil Euch GüS­Se aus Öster­reich.” Mehr als sein Tipp­feh­ler fiel einem deut­schen Anti­fa-Blog die ein­schlä­gi­ge Groß­schrei­bung auf.

Im Herbst 2010 wüte­te H.M. dann auf Face­book unter „Hein­rich­der­ers­te Himm­ler“. Er stellt auch ein Foto von sich und einem sei­ner Kin­der auf Face­book. Bei­de strah­len in die Kame­ra. Dane­ben fin­den sich dann so erschre­cken­de Sät­ze wie: „WIR WERDEN EUCH ALLE TÖTEN !!! Die Öfen sind schon gebaut und vor­ge­wärmt !!!” Die Dro­hun­gen wer­den kon­kre­ti­siert: „ScheiSS Mos­li­me, Ihr seit Mist­ge­bur­ten Satans” usw. usf.

Zwi­schen den Beschimp­fun­gen von Mus­li­men immer wie­der „Sieg Heil!“ , „88“, „White Power!“, You­Tube-Vide­os über die Waf­fen-SS, Lie­der über die SS. Selt­sa­mer­wei­se fin­det sich auch die öster­rei­chi­sche Bun­des­hym­ne zwi­schen dem Nazi-Ramsch, ange­bo­ten als „Natio­nal­hym­ne“ mit dem Kom­men­tar: „HEIL ÖSTERREICH !!! HEIL DEM Öster­rei­chi­schen Volk !!! HEIL for all Peo­p­le /88“

Unter denen, die sich auf der Sei­te des fal­schen Himm­ler tum­meln, fin­den sich sehr vie­le Neo­na­zis und auch eini­ge bekann­te FPÖ-Pos­ter. Das ist nicht wei­ter ver­wun­der­lich, denn als poli­ti­sche Ein­stel­lung ver­kün­det „Himm­ler“: „Natio­nal !!! FPÖ / NVP /NPD“ Eine Frau, die sich als „stol­ze Mus­li­min“ bekennt, ist von Himm­lers Sei­te „extrem scho­ckiert“. Trotz­dem wünscht sie ihm alles Gute.

Mit dabei auf Face­book sind auch etli­che Fami­li­en­mit­glie­der „Himm­lers“. Auch sie hal­ten sich bei den ein­schlä­gi­gen Gruß­for­meln nicht zurück. H.J. M. dürf­te der Bru­der vom fal­schen „Himm­ler“ sein. Er war jeden­falls Fan bei der kurz­fris­tig und ziem­lich vir­tu­ell agie­ren­den rechts­extre­men Grup­pe der Frei­en Natio­nal­de­mo­kra­ten und ist jeden­falls auch ein Bru­der im Geist des fal­schen „Himm­ler“. „Wann end­lich wird die­ses Ungezifer(sic!) aus Euro­pa ent­fernt???“, hetzt er auf Face­book wie sein Bru­der in erbärm­li­chem Deutsch gegen Tür­ken bzw. Mus­li­me im beson­de­ren. Aber H.J.M. sieht noch wei­te­re Pro­ble­me: „Das eigent­li­che Pro­blem aber ist unse­re Regie­rung!!! Die gehöhrt schnells­tens weg und dur „Ein­ge­bo­re­ne” ersetzt die sich ihrer Her­kunft bewusst sind und sich ihr Vater­land zu schät­zen und zu ver­tei­di­gen wis­sen. Ein wei­te­res Prro­blem ist der gro­ße Bil­dungs­man­gel in Öster­reich.“ Auch weib­li­che Mit­glie­der des Fami­li­en­clans ticken poli­tisch so ähn­lich wie die männ­li­che Sei­te – sie sind nur bedeu­tend zurückhaltender.

Ende Okto­ber 2010 wur­de H.M., der fal­sche „Himm­ler“, ange­zeigt. Vor­her­ge­hen­de Mel­dun­gen an die Mel­de­stel­le zu NS-Wie­der­be­tä­ti­gung beim Innen­mi­nis­te­ri­um waren ohne Reso­nanz geblie­ben. Jetzt aber wur­de der fal­sche „Himm­ler“ aus­ge­forscht. Fünf Vor­stra­fen hat er bereits, kommt im Pro­zess gegen ihn zur Sprache.

Ob er weint, weil ihm beim Pro­zess däm­mert, dass er dies­mal wohl eine unbe­ding­te Haft­stra­fe aus­fas­sen wird? Oder weint er, weil ihm irgend­et­was klar gewor­den ist? Mög­lich, aber nicht sehr wahr­schein­lich. Noch im Sep­tem­ber 2011 pos­tet er auf HC Stra­ches Face­book-Kon­to. Wie­der ein­mal wider­lich. Es geht um tür­ki­sche Kin­der, die auf dem Spiel­platz gegen­über Lärm machen. H.M., der dies­mal sei­nen ech­ten Namen ver­wen­det, fühlt sich beläs­tigt und beschreibt, wie er das Pro­blem lösen könn­te: „Die ande­re Möglichkeit….ich lege mir Betäu­bungs­pfei­le zu und dann fah­re ich den Dreck gleich auf die Entsorgungsstelle ;- )“

Ende Jän­ner 2012 folgt dann die Kata­stro­phe in der Fami­lie. Mög­li­cher­wei­se ist es sein Kind oder das sei­nes Bru­ders, das vom Staf­ford­shire-Rüden der Fami­lie mehr­mals gebis­sen und schwer ver­letzt wur­de. Drei Mona­te spä­ter steht der fal­sche „Himm­ler“ vor Gericht und weint: „Sie wei­nen ja jetzt schon“, wun­dert sich die Rich­te­rin, als der Ange­klag­te zu Beginn schluch­zend vor die Geschwo­re­nen tritt. (BVZ, 2.5.2012)

Schluchz­te der fal­sche „Himm­ler“ aus Selbst­mit­leid über das, was ihm und dem Kind wider­fah­ren ist? Anzei­ge, Arbeits­lo­sig­keit, Gerichts­ver­fah­ren, schwer ver­letz­tes Kind? Oder hat er etwas kapiert? Das Urteil ist jeden­falls deut­lich: zehn Mona­te unbe­dingt und wei­te­re 20 Mona­te bedingt.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Burgenland | Hetze | Neonazismus/Neofaschismus | Verbotsgesetz | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« Rassismus-Report 2011: Aufhängen, Lippen und Wangen
Graz/Wien: Neonazi-Prozesse beginnen »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter